Armut trotz Arbeit
Hallo, ich hoffe, Sie hatten alle ein schönes Osterfest. Das Wetter war ja wirklich toll. Vor einigen Tagen habe ich einen Brief von einer Mutter aus Mecklenburg-Vorpommern bekommen, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Es ist wirklich erschreckend, dass es so viele Familien in Deutschland gibt, die trotz Arbeit, ihre Kinder nicht mit dem Nötigsten versorgen können.
„Sehr geehrte Frau Keul, wir möchten gerne eine Unterstützung für die Einschulung unseres Sohnes Timo und beantragen einen Schulranzen. Wir Eltern sind beide berufstätig. Leider sind uns größere Ausgaben nicht möglich. Seitdem ich arbeiten gehe, haben wir weniger Einkommen, als wenn ich zu Hause bleiben würde. Das Wohngeld wurde stark reduziert. Plötzlich wurde der Kindergartenplatz nicht mehr vom Jugendamt unterstützt. Der Kindergeldzuschlag wurde gestrichen. Ich bin sehr froh, dass es Einrichtungen gibt, die Familien in Not unterstützen. Viele Familien müssen im Niedriglohnsektor arbeiten. Wir als Eltern von vier Kindern konnten seit vielen Jahren nicht mehr in den Urlaub fahren, geschweige, die Kinder ins Ferienlager schicken. Kino, Schwimmbad, Zoo oder dergleichen reißen ein großes Loch in die Haushaltskasse und ist somit sehr selten möglich. Dies ist ein kleiner Ausschnitt aus einem Leben einer von vielen Familien, die mit der Armut trotz Arbeit leben müssen.“
Liebe Spenderinnen, liebe Spender, wir sind weiter auf Ihre Hilfe angewiesen. Berichten Sie Freunden, Kollegen von unserer Idee der Schulranzenaktion. Ich werden Sie in den nächsten Monaten immer wieder informieren, wo die nächsten Ranzen verteilt werden. Ich wünsche Ihnen eine schöne und angenehme Woche. Ihre Claudia Keul