Vier Kooperativen rund um Ilketunjo haben ein gemeinsames Gesundheitszentrum ("Health Center"), das die medizinische Versorgung sicherstellen soll. Das Health Center ist wie der Rest des Gebiets nicht an Elektrizität angebunden und ist somit stark in seiner Aktivität eingeschränkt. Beispielsweise können wegen fehlender Kühlung keine Impfstoffe und Blutkonserven eingesetzt werden.
Die Kooperative Ilketunjo (Heimat unseres Limu Kaffees) besitzt eine Gesundheitsstation, einen sogenannten „Health Post“. Diese Einrichtung stellt im vierstufigen äthiopischen Gesundheitssystem die niedrigste Stufe der medizinischen Versorgung dar. Im Oktober 2011 haben wir die Gesundheitsstation bereits mit einfacher medizinischer Ausstattung ausgestattet, um damit vor allem die gesundheitliche Vorsorge und Erstversorgung bei kleineren Krankheiten sicherzustellen. Bei schlimmeren Fällen können die Bewohner der umliegenden Kooperativen das Gesundheitszentrum „Health Center“ in der Nachbarkooperative Wakito Medallu in Anspruch nehmen. Theoretisch zumindest, denn das Gesundheitszentrum mit seinen 9 Krankenschwestern hat keinen Anschluss an Elektrizität. Damit ist die Versorgung der Bewohner auf einfachste Tätigkeiten beschränkt und so grundlegende Dinge wie Impfungen sind teilweise nicht möglich, weil der Impfstoff nicht gekühlt werden kann. In Notfällen – nach Unfällen beispielsweise – können Menschen nicht mit Blutkonserven versorgt werden weil auch hier die Kühlmöglichkeit fehlt.
Darüber hinaus sind die Betriebszeiten der Station durch das fehlende elektrische Licht stark eingeschränkt. Die Probleme der Gesundheitsstation durch fehlende Elektrifizierung sind klar erkennbar, was uns wiederum umso mehr bestärkt, dass wir hier zusammen einen fundamentalen Beitrag leisten können um die Gesundheitsversorgung der Kooperative Ilketunjo und der Nachbarkooperativen zu verbessern. Und nachhaltig und klimaschonend ist Solarstrom sowieso, darüber brauchen wir an dieser Stelle wohl gar nicht mehr sprechen.
Im Rahmen unseres Projektansatzes haben wir uns dafür entschieden, die gesundheitliche Situation nachhaltig zu verbessern. Der Bedarf für medizinische Versorgung ist in Ilketunjo immens, da die nächste befahrbare Straße zehn Kilometer weit entfernt liegt, das nächste größere Krankenhaus weitere dreißig Kilometer. Im Notfall kann kein Arzt schnell genug vor Ort sein. Eine funktionierende Gesundheitsstation kann somit Leben retten.
Wir unterstützen bewusst Projekte in den Bereichen Gesundheit und Bildung, weil diese den größten Einfluss auf die Zukunftschancen der Dorfbewohner haben.
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