In Deutschland lebt jedes fünfte Kind in Armut. Seit Einführung von Hartz IV im Januar 2005 ist die Zahl der von Armut betroffenen Kinder auf 2,7 Millionen gestiegen. Diese Kinder müssen auf Sozialhilfeniveau leben und werden zunehmend zu Verlierern der Gesellschaft.
251 Euro hat ein Hartz-IV-Schulkind im Monat zum Leben. Ein Anspruch auf Kindergeld besteht darüber hinaus nicht. Bei der Kindergeld-Erhöhung Anfang 2010 sind diese Kinder leer ausgegangen, da das erhöhte Kindergeld mit der staatlichen Unterstützung verrechnet wird.
Umgerechnet heißt das, dass diesen Kindern 25 Euro für Schuhe und Kleidung im Monat zur Verfügung stehen. Dass das nicht reicht, weiß jeder, der eigene Kinder oder Kinder in der Familie hat:
André z.B., 9 Jahre, spielt viel - da bekommt seine Hose schnell Löcher, die Schuhe gehen kaputt. Er überspringt im Jahr eine Kleidergröße, ist viel vor der Tür und braucht daher auch Gummistiefel etc. - alles Dinge, die Erwachsene nicht brauchen. Seine Mutter kommt mit dem Nachkaufen nicht hinterher. Sie arbeitet auf 400-Euro-Basis bei einer Reinigungsfirma. Die staatliche Unterstützung reicht für André nicht aus, er braucht ja auch Bücher, Hefte, ein neues Bett, einen Schreibtisch. André ist fit beim Diktat, doch beim Rechnen hat er Probleme. Doch Nachhilftunterricht können sich seine Eltern nicht leisten. Für Bildung sieht der Hartz-IV Satz 0 Euro im Monat vor.
Das Beispiel von André zeigt, wie arme Kinder weiter benachteiligt werden. Daran ändert auch die Diskussion um die Härtefall-Liste nichts. Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich dafür ein, dass sich das ändert: Wir helfen Kinder konkret, auch dank der vielen betterplace-Spender: z.B. mit neuer Kleidung, Ausstattung für das Kinderzimmer und Lernmaterialien. Und wir machen in Politik und Verbänden unermüdlich auf die Situation der Kinder aufmerksam, damit sich grundlegend etwas ändert.
Ihre Unterstützung als betterplace-Spenderin oder -Spender macht unsere Arbeit möglich - vielen Dank hierfür. Das Deutsche Kinderhilfswerk finanziert sich zu 80% aus Spendengeldern. Unsere Verwaltungskosten betragen 9,23%. Mehr erfahren Sie unter www.dkhw.de.
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