Offiziell verboten, doch noch immer hunderttausendfach praktiziert: In Äthiopien ist die genitale Verstümmelung von Mädchen grausame Realität. Die Kindernothilfe kämpft gegen den Brauch und will das erfolgreiche Projekt flächendeckend ausweiten (Projekt 6060/AQ/51).
Die Genitalverstümmelung von Mädchen ist in Äthiopien ein jahrtausendealter Brauch. „Die Eltern wollen die Zukunft ihrer Töchter absichern", so Habtamu Mammo, Projektleiter des Kindernothilfe-Partners vor Ort. „Ist ein Mädchen nicht beschnitten, gilt es als unrein und unfähig, Kinder zu bekommen."
Seit 2000 setzt sich die Kindernothilfe mit ihrem Partner „Kale Heywet Church" gegen die genitale Verstümmelung von Mädchen ein. Über 630 Beschneiderinnen haben ihr Handwerk beendet. „Die Beschneiderinnen sind die Schlüsselfiguren. Sie brauchen finanzielle Anreize, um ihr lukratives Geschäft aufzugeben. Mit Hilfe unserer Kleinkredit-Programme bauen sie sich eine neue Existenz auf."
Die Mädchen selbst sind wichtige Akteure. Über 20.000 organisieren sich in „Anti-Beschneidungs-Clubs". Hier lernen sie, sich der Beschneidung zu widersetzen. Im Jahr 2006 wurden über 500.000 Menschen erreicht.
Ejegayehu Abede hat zwei Töchter. Ganz bewusst hat sie sich gegen ihre Beschneidung entschieden. Jetzt überzeugt sie andere Mütter. Seit 2005 wurden 98.000 Familien besucht und über die Risiken und fatalen Folgen der Beschneidung informiert.
Ihre Spende hilft, das erfolgreiche Projekt auszuweiten, gefährdete Mädchen vor der grausamen Beschneidung zu bewahren und den brutalen Brauch langfristig zu verbannen.
Von jedem gespendeten Euro fließen 85 Cent in die Projektarbeit, 15 Cent in Verwaltung, Projektbegleitung und Werbung. Ohne diesen Anteil könnten wir keine professionelle Arbeit garantieren. In das projekt fließen auch Gelder anderer Kindenrothilfe-Spender außerhalb von betterplace.
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