Fit für Familie 2012

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3 % finanziert

M. Hladik (verantwortlich)

M. Hladik
Wie Armut sich auf Familien auswirkt
Kinder aus Familien in denen materielle Armut besteht, sind in vielerlei Hinsicht benachteiligt. Sie haben deutlich schlechtere Bildungschancen, können viele Talente oder Potentiale erst gar nicht entfalten und werden vielfach ausgegrenzt.

Hohes Unfallrisiko für Kinder
Epidemiologische Analyse von Unfällen bei Kindern unter 15 Jahren zeigen, dass für Kinder aus sozial benachteiligten Familien ein erhöhtes Unfallrisiko besteht. Neben anderen Risikofaktoren wie beengten Wohnverhältnissen oder sicherheitskritischem Spielzeug sind diese Kinder oft motorisch weniger geschult und haben ein potentiell höheres Risiko in einen Haushalts- oder Verkehrsunfall verwickelt zu werden. Die finanzielle Situation von Familien wirkt sich belastend auf die Entwicklung der Kinder und auf die gesundheitliche Situation aus. Krisen und Konflikte prägen treten vermehrt auf. Diese psychische Situation und die materielle Armut haben eine massive Auswirkung auf die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und der gesundheitlichen Für- und Vorsorge.

Die Idee
Im Bündnis für Familie Erlangen-Höchstadt“ ist daher die Idee entstanden ein Bildungsangebot für Familien mit lebensweltorientierten Inhalten für die Eltern und motorisch orientierten Angeboten für die Kinder durchzuführen. Ziel ist die Verbesserung der Erziehungskompetenz insbesondere im Hinblick auf Unfall- und Gesundheitsprävention und eine erhöhte Unfallprävention für die Kinder durch Koordinationsschulung.

Unsere Zielgruppe
Familien, die ALGII Leistungen beziehen, und sich aus diesem Grund keinen Urlaub leisten können sowie Familien, die knapp über der ALGII Grenze liegen. Die Auswahl der teilnehmenden Familien erfolgt über die Beratungsstellen von Caritas und Diakonie, sowie über den Allgemeinen Sozialdienst des Amtes für Kinder, Jugend und Familie Erlangen-Höchstadt . Es können bis zu 10 Familien teilnehmen.

Ziele der Bildungsmaßnahme
Neben der Stärkung der Stärkung der Eltern-Kind-Beziehung soll vor allem die Gesundheitsprävention im Vordergrund stehen. Zu Lernen mit Überlastungen umzugehen, Erholung zu ermöglichen und eigene Bedürfnisse zu erkennen sind wichtige Inhalte der Bildungsmaßnahme. Zudem sollen Netzwerke unter Gleichbetroffenen geknüpft werden und ein niedrigschwelliger Zugang zu professioneller Hilfe und Begleitung in Krisensituationen geschaffen werden, sowie eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit wenig Geld erlernt werden.

Projektumsetzung
Die Bildungsmaßnahme "Fit für Familie" findet vom 27.5.2012 bis zum 2.06.2012 statt. Zwei Dipl. Sozpäd. (FH) und mindestens 5 qualifizierte Kinderbetreuerinnen werden die Maßnahme begleiten. Die Maßnahme wird in der Jugendherberge Pottenstein stattfinden.

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