Nähere Informationen unter www.mobil-trotz-handicap.de
Mein Name ist Detlef Wapenhans. Im frühen Kindesalter hat sich herausgestellt, dass ich unter Muskelschwund leide. Nach der Schule machte ich eine Ausbildung als Bürokaufmann.
In meiner Freizeit arbeitete ich ehrenamtlich als Berater für Schwerbehinderte, um diese wieder mobil zu machen.
Die Wirtschaftskrise brach meiner Firma das Genick und ich verlor meinen geliebten Arbeitsplatz. Alle Versuche etwas Neues zu finden schlugen fehl. Die Arbeitslosigkeit war erdrückend, ich fühlte mich nutz- und hilflos. Mein einziger Halt war die ehrenamtliche Arbeit, durch die ich eine Bestätigung fand. Zu Beginn meines Erwerbslebens erhielt durch die BfA ein, auf meine Behinderung angepasstes Fahrzeug. Ich verlor nicht nur mein Gehalt, sondern musste nun auch alle Kosten zum Erhalt meiner Mobilität selbst aufbringen. Da ich für mein Ehrenamt unbedingt mobil sein musste, habe ich diese Kosten selbst getragen. Ein Leben ohne Mobilität und der damit verbundenen Selbstständigkeit kann ich mir nicht vorstellen.
Die Rente war schnell bewilligt. Doch meine Depressionen verschwanden nicht. Ich ging zu Therapien und wir schafften uns auf Anraten eines Therapeuten einen Golden Retriever Namens Sam an. Ein einschneidendes Erlebnis war, als ich eines Tages total deprimiert von meiner Therapie nach Hause fuhr. Ich fühlte mich schrecklich nutzlos und als Last für andere. Ich sah im Geiste schon den nächsten Baum als vermeintliche “Erlösung” vor mir, bis mich jedoch Sam von hinten aus dem Auto ansah. Ich konnte und durfte nicht aufgeben. Dies war ich meiner Frau, meinem Hund und allen anderen, denen ich bis dahin geholfen hatte, schuldig. Ich war doch derjenige, der immer Hilfe gegeben hat – dies wollte und will ich auch weiterhin tun.
Eine große Unterstützung dabei war bis jetzt mein behindertengerecht umgebautes Auto. Ich konnte selbständig leben und meine ehrenamtlichen Termine wahrnehmen. Diese Mobilität ist jetzt gefährdet und damit auch meine Freiheit, Lebensqualität und Ehrenämter. Die Angst meine Ehrenämter aufgeben zu müssen und wieder Nutzlos zu werden ist groß.
Mein Fahrzeug wird von der Umbau-Firma als “Totalschaden” deklariert. Als Alternative kommt für unsere junge Familie aus Sicht der Umbauer nur der Volkswagen T5 in Frage. Auch gibt es jetzt ein neues System welches ich fahren kann. Dieses System hat glücklicherweise keine großen Wartungs- und Reparaturkosten mehr weil es nicht wie das alte, aus den USA kommt, sondern in Deutschland entwickelt und gebaut wurde. Meine Mobilität und meine Ehrenämter wären endlich langfristig gesichert.
Ein neues bzw. auch gebrauchtes KFZ dieser Größenordnung ist für uns unerschwinglich und aus diesem Grund bitten meine Frau und ich hoffnungsvoll um Ihre finanzielle Unterstützung wofür wir uns jetzt schon herzlich bedanken möchten.
Wie soll ich anderen behinderten Menschen helfen mobil zu werden, wenn ich selber nicht mobil bin.
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