Was heißt es schwul, lesbisch, bisexuell oder transident zu sein? Die Jugendlichen vom TV-Magazin "queerblick" zeigen es. Über das Medium Fernsehen, bringen sie die Themen auf die Bildfläche, die sie selbst beschäftigen - vom Coming-Out bis zu lesbischer Liebe, von schwullesbischen Sportveranstaltungen bis hin zu Filmtipps. Die Jugendlichen präsentieren ihre Lebenswelt. Dazu lernen sie, als Journalisten, Kameramänner und Cutter zu arbeiten und wenden dies direkt praktisch an. Die Teilnehmer lernen somit nicht nur, selbstbewusst mit ihrer eigenen Sexualität umzugehen, sondern erwerben auch Medien-Know-How. Mit diesem produzieren sie eigene TV-Beiträge und Kurzfilme, die für die Situation von schwulen, lesbischen, bisexuellen und transidenten Jugendlichen sensibilisieren.
Das Magazin "queerblick" hat einen großen Zuspruch - sowohl von den jugendlichen Teilnehmern als auch von den Zuschauer. Die Sendung wird mehrmals pro Quartal auf "nrwision - dem TV-Lernsender für NRW" ausgestrahlt und erreicht dort potenziell 1,6 Millionen Haushalte. Auf YouTube schauen täglich mehr als 3000 Menschen die Videos von "queerblick" - Tendenz steigend. Das Potenzial des Projekt wurde auch beim Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" erkannt. Der Bundespräsident hat "queerblick" deshalb mit dem Titel "Ausgewählter Ort 2011" prämiert.
Das TV-Magazin "queerblick" besteht seit 2009. Es wurde zum Start mit insgesamt 1600 Euro von der Youth Bank Essen und der Deutschen Kinder und Jugendstiftung gefördert. Das Geld wurde in Technik (z.B. einen Schnittplatz) investiert. Bei queerblick wird kein Geld für Personal ausgegeben. Insgesamt arbeiten vier junge Medienmacher ehrenamtlich im Projekt. Sie betreuen etwa 20 Jugendliche und junge Erwachsene.
Um das Projekt weiter zu etablieren und mehr Jugendliche teilhaben zu lassen, ist die Anschaffung einer eigenen Fernsehkamera notwendig. Bisher ist das Projekt auf Leihegeräte angewiesen, die immer nur in einem begrenzten Umfang zur Verfügung stehen. Die Jugendlichen können deshalb nicht immer drehen, wenn sie möchten. Mit einer eigenen Fernsehkamera wäre "queerblick" von den Leihgeräten unabhängig. Außerdem könnte die Kamera auch für andere Projekte des Vereins eingesetzt werden, z.B. Kurzfilmworkshop in Jugendgruppen bundesweit. Die Kosten für eine eigene Kamera belaufen sich auf 3500 Euro.
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