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Bosco Boys Universitätsstipendium

Ein Hilfsprojekt von: Bosco Boys Nairobi (G. Rolvering)

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0 % finanziert

G. Rolvering (verantwortlich)

G. Rolvering
'Die Generation von heute baut die Straße, auf der die Generationen von morgen fahren.'
- nach einem chinesischen Sprichwort -

Bosco Boys Nairobi ist ein Projekt, das sich den Straßenkindern der Ostafrikanischen Metropole Nairobi angenommen hat und versucht ihnen über Bildung einen Ausweg aus ihrer ursprünglichen Situation aufzuzeigen (eine genaue Beschreibung finden Sie auf der Organisationsseite der Bosco Boys).
Die letzte Stufe des Programmes von Bosco Boys ist es, besonders guten Schülern das Studium an einer der Universitäten Nairobis zu ermöglichen. Da es nur unzureichend staatliche Fördermittel gibt und das eigentliche Budget von Bosco Boys eine Unterstützung nicht zulässt, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen, um den Bosco Boys den Zugang zu einer Ausbildung zu verschaffen, die sonst den finanziell besser Gestellten vorbehalten bleibt.
Das Hauptproblem für zukünftige Studierende in Kenia ist, dass anders als in Deutschland nicht die Lebenshaltungskosten, sondern die Studiengebühren das Studentenleben unbezahlbar machen. Insofern ist es für die Studenten kaum eine Hilfe, wenn sie weiterhin zu Hause wohnen bleiben können.
In diesem Sinne übernimmt das Bosco Boys Universitätsstipendium die Kosten für die Studiengebühren, die sich je nach Studiengang auf zwischen ca. 500EUR und 2500EUR pro Semester belaufen sowie die Lebensunterhaltskosten, Büchergeld etc., die pauschal ca. 60EUR pro monat betragen. Des weiteren wird versucht, den Stipendiaten für die Dauer des Studiums ein Laptop aus Beständen der Salesianer Don Boscos zur Verfügung zu stellen.
Im Moment hat das Bosco Boys Universitätsstipendium sieben Stipendiaten, die zum Teil bereits die Universität besuchen, oder ihr Studium im Herbst 2011 antreten werden. Infolge dessen ist es für uns im Moment besonders wichtig die anfallenden Kosten für ihre ersten Semester decken zu können.

Die Organistion unseres Projektes läuft insgesamt über drei Stellen:
1. Kontakt zu den Studenten/Auswahl der Stipendiaten durch den Direktor von Bosco Boys Fr. Rev. Sebastian Chyraiath
2. Abwicklung der Spenden/Ausstellung von Spendenbescheinigungen durch die Don Bosco Mission in Bonn
3. Koordination und Management des Fundraising/Kontakt nach Deutschland durch Gereon Rolvering in Nairobi/Reutlingen

Eine genaue Beschreibung der einzelnen Stipendiaten sowie eine Projektdarstellung werden wir in Kürze zum Download bereitstellen

Einem chinesischen Sprichwort zufolge ist es die junge Generation von Heute, die die Straße baut, auf der zukünftige Generationen fahren. Unterstützen Sie uns dabei, diesem Ziel in Kenia ein wenig näher zu kommen, indem Sie an das Bosco Boys Universitätsstipendium spenden.

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Informationen zum Projekt:

Fragen an G. Rolvering (verantwortlich):

  •  

    I. Groebe fragte vor fast 2 Jahren

    Sehr geehrter Herr Rolvering,

    bitte führen Sie doch auch aus, in welchem Jahr und mit welchem Grade Ihre Studenten ihr KCSE abgeschlossen haben, denn als Leser interessiert mich, wie die hohen Kosten für die Uni-Gebühren herzuleiten sind.
    Wer sein KCSE mit Bestnoten abschließt, d.h. A und B+, stellt einen Antrag auf HELB-Loan, dem in der Regel nach anderthalb Jahren positiv stattgegeben wird. Dann blieben pro Semester nur noch 175,-€ bis 200,-€ für die Selbstfinanzierung.
    Interessant wäre auch zu erfahren, aus welchen Verhältnissen die jungen Leute kommen und nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden.

    Mfg Iris Groebe

     

    G. Rolvering: (Projektverantwortliche) antwortete vor fast 2 Jahren

    Sehr geehrte Frau Groebe,

    Zunächst einmal vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Projekt. Ich hoffe, dass ich im Folgenden alle Ihre Fragen passend beantworten kann.

    Was die Vorgeschichte unserer Stipendiaten angeht, möchte ich für den Moment auf Erick, Philip und Daniel eingehen, da für diese drei noch das Geld für das erste Jahr fehlt.
    Erick war von 2001 an bei den Bosco Boys, seine Mutter, die nicht für ihren Sohn aufkommen konnte, starb 2006, wodurch er quasi zum Waisen wurde, da sein Vater nicht bekannt ist. Er hat im Jahr 2009 sein KCSE mit der Note C+ abgeschlossen.
    Philip kam im Jahr 2000 zu den Bosco Boys, da seine ebenfalls alleinerziehende Mutter ohne eine feste Anstellung starke Probleme hatte, ihren Sohn zu unterstützen. Er hat sein KCSE im Herbst 2009 abgelegt und mit der Note C+ abgeschlossen. Seitdem hilft er bei den Bosco Boys als Freiwilliger, beispielsweise beim Unterrichten im Rehabilitationszentrum.
    Daniel kam als Erstgeborener von sechs Kindern zu den Bosco Boys, ebenfalls, weil seine Mutter ihre Kinder allein erziehen musste, da ihr Lebensgefährte sie verließ. Folglich kann auch sie ihren Sohn nicht mehr ausreichend unterstützen. Wie auch Philip und Erick hat auch Daniel seinen Secondary School Abschluss im Jahr 2009 mit der Note C+ erlangt.
    Die Auswahl der Stipendiaten wird für unser Stipendium anhand von drei Kriterien getroffen: Die Abschlussnote des KCSE muss C+ oder besser sein. Der familiäre Hintergrund sollte so beschaffen sein, dass eine Förderung von familiärer Seite absolut ausgeschlossen ist, da wir es ansonsten für als entwicklungspolitisch sinnvoller erachten, wenn die Kosten von der Familie selbst getragen werden. Der dritte Punkt ist das soziale Engagement der zukünftigen Stipendiaten. Die Meisten nutzen in diesem Sinne die Übergangszeit zwischen Secondary School und dem ersten Semster an der Universität, um sich als Freiwillige im Hauptzentrum der Bosco Boys zu engagieren (dies ist bei allen unseren Stipendiaten im Moment der Fall).

    Zum Thema der Finanzierung: Grundsätzlich sind alle unsere Stipendien über ihre Abschlussnote befähigt einen Higher Education Loan zu beantragen (die Obergrenze ist auch hier die Note C+ ).
    Um diesen Kredit beantragen zu können, müssen die Studenten allerdings bereits immatrikuliert sein, was oftmals bedeutet, dass die Gebühren für das erste Semester bezahlt werden müssen, bevor einem Kreditantrag stattgegeben wurde.
    Der zweite Grund für die Höhe der Kosten liegt an der Art der Einschreibung an der Universität. Um die von Ihnen dargestellten Konditionen zu erhalten, muss man von der Regierung direkt für einen speziellen Studiengang vorgeschlagen werden. Dies geschieht in der Regel nur für die absoluten Jahrgangsbesten, was diesen Studenten allerdings auch wenig hilft, wenn der Regierungsvorschlag nicht mit ihren Interessen übereinstimmt. So hätte beispielsweise unser Jahrgangsbester Stipendiat, Dickson (Abschlussnote A-), einen Vorschlag für das Fach Betriebswirtschaftslehre, obwohl er eigentlich Medizin studieren will. Der Vorschlag bringt ihm also, was den Kredit anbelangt, nicht weiter.
    So haben alle unsere Stipendiaten die Möglichkeit eine Unterstützung seitens der Regierung zu erhalten (die Beantragung beim Higher Education Loan Board ist bereits angelaufen). Diese entspricht allerdings im Idealfall 45.000ksh - 50.000ksh p.a. (ca. 400EUR), was nicht einmal zur Deckung ihrer Lebenskosten reicht. Daraus ergeben sich folglich die, vor allem für das erste Jahr, hohen Kosten für das Studium unserer Stipendiaten.

    Ich hoffe, dass ich Ihre Fragen angemessen Beantworten konnte und Danke Ihnen noch einmal ganz herzlich für Ihr Interesse an dem Bosco Boys Universitätsstipendium.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Gereon Rolvering

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