Straßenkinderprojekt "Manda" in Madagaskar

156 weitere Fotos anschauen
 
89 % finanziert

H. Jungnitz (verantwortlich)

H. Jungnitz
Zaza Faly e.V. unterstützt die Projekte von ONG "Manda" finanziell, organisatorisch, personell und übt verschiedene Kontrollfunktionen aus. Die einzelnen Förderrichtlinien sind in einem Kooperationsvertrag zwischen "Zaza Faly e.V. und der ONG "Manda" festgehalten, welcher bei Interesse angefordert werden.
Seit ihrer Gründung 1994 führt "Manda" vier Hilfsprojekte für Straßenkinder in Antananarivo/Madagaskar durch.

1. Die Sozialstation „Tsiry“ wird seit 1995 von gegenwärtig 17 fest angestellten mad. Mitarbeiter/innen durchgeführt.
Hauptziel: Betreuung von ca. 200 Kindern im Alter von 4-18 Jahren.
Projektidee: Akzeptanz des Lebensraums „Straße“, Schaffung humanerer Lebensbedingungen, schrittweise Reintegration

Programm:
- Hygieneprogramm,
- Schlafmöglichkeiten für Kinder in Not,
- ärztliche Grundversorgung,
- Ausgabe von Speisen,
- Schule (Vorschule 3-6 Jahre, Alphabetisierung, Intensivunterricht mit 1. staatl. anerkannten Schuldiplom),
- kreative, pädagog., handwerkliche Angebote am Nachmittag,
- Einschulungen in staatl. & priv. Schulen (> 400 Straßenkinder seit 2004),
- Familienhilfen/Kleinkreditvergabe

2. Die Tischlerei-Ausbildungswerkstatt „Felana“ wird seid 1997 mit gegenwärtig 2 fest angestellte mad. Mitarbeiter/innen geführt.

- für 10 ehemalige Projektjungen der Sozialstation,
- Ausbildungszeit 2 J.
- 36 Absolventen seit 1997

3. Die Web- und Näh- Ausbildungswerkstatt „Vony“ wird seit 1998 von 3 fest angestellte madagassische Mitarbeiter/innen betreut.

-für max. 15 ehemalige Projektmädchen der Sozialstation
- Ausbildungszeit 2 J.
- 41 Absolventinnen

4. Das Tourismusprojekt entstand 2007 und wird von mittlerweile 3 fest angestellten mad. Mitarbeiter/innen mit dem Ziel Jugendliche zu alternativen Stadtführern von Antananarivo auszubilden, durchgeführt.

- für 18 Jugendliche der Sozialstation
-Ausbildungszeit 3 J.

Die madagassische ONG "Manda" unterhält alle vier Hilfsprojekte und führt sie seit Anfang 1999 in Selbstverwaltung.

Weiter informieren:

Unternehmenspartner:

Weiterlesen

Informationen zum Projekt:

Fragen an H. Jungnitz (verantwortlich):

  •  

    A. Jaus fragte vor mehr als einem Jahr

    Wie verlief die Projektarbeit seit dem Putsch Anfang 2009 und nach dem es etwas ruhiger geworden ist bzw mit dem neuen "DJ" Präsidenten? Konnte sie genauso wie vorher durchgeführt werden? Gab es mehr Probleme? Wie sieht es ganz aktuell aus? Es wurde doch wieder ein Putschversuch gestartet aber wohl abgeschmettert...

     

    H. Jungnitz: (Projektverantwortliche) antwortete vor 3 Monaten

    Hallo,

    ja über die politische situation legen wir lieber den mantel der verschwiegenheit. es ist undurchsichtig, gerade aus der ferne. im moment gibt es ja wohl soi etwas wie eine neue regierung. wir sind in unserem letzten rundbrief an unsere spender/innen ausführlich auch auf die folgen der krise auf die situation der straßenkinder eingegangen. hier ein auszug:

    mehr unter: http://www.zaza-faly.de/seiten/rundbriefe.php

    als „Zaza Faly“ vor mehr als 16 Jahren in Antananarivo begann Projektarbeit zu leisten, war dies zu einer Zeit, als Madagaskar wirtschaftlich, sozial und auch mental in einer tiefen Krise steckte. Hoffnung kam im Jahre 2002 mit einem politischen Umbruch auf, als das Land begann, sich von alten Seilschaften zu emanzipieren, sich zu öffnen und das in einer Art und Weise, wie sie für den afrikanischen Kontinent eher unüblich ist – friedlich.
    Seit dem Putsch im Jahr 2009 sind nun viele Hoffnungen, gerade die der jungen Menschen, einer Resignation gewichen, die sich spürbar auf der ganzen Insel breit gemacht hat und u.a. zu einem sprunghaften Anstieg der Armuts- und Obdachlosenzahlen geführt hat.
    Vorstandsmitglied Sara Mieth konnte sich während der Projektevaluation im Frühjahr diesen Jahren ein konkretes Bild von der Lage im Lande machen. Was sie zu berichten hat und welche Auswirkungen in der Projektarbeit zu spüren sind, soll ein zentrales Thema dieses Rundbriefes sein.
    Soviel ist jedoch sicher – die Arbeit mit den Straßenkindern von Tana war selten wichtiger als jetzt und was unter diesen Umständen umso erstaunlicher ist – sie war selten so erfolgreich!

  •  

    Stephan S. fragte vor etwa 3 Jahren

    Liebe Projektverantwortliche, lieber Heiko,
    ich verfolge überrascht und sehr frustriert die aktuelle politische Entwicklung und Sicherheitslage in Tana.
    Können die Kollegen vor Ort mittlerweile wieder weitgehend unbeeinträchtigt weiter arbeiten oder wird es eher schlimmer? Stimmt es, daß insbesondere Kleinkindnahrung bereits knapp ist?
    Alles Gute und bis bald!
    Stephan vom "Team Stephan"

     

    H. Jungnitz: (Projektverantwortliche) antwortete vor etwa 3 Jahren

    lieber stefan,

    ....ja die politische lage verfolge ich natürlich mit größtem interesse und es ist schlimm was da gerade passiert...aber die lage ist kompliziert, das schlimmste wäre, wenn die stimmung wirklich eskaliert und dieser 34jähriger idiot rajoelina es schafft, die macht an sich zu reissen. in meinen augen ist er das eigentliche problem, er und seine methoden und der wille zur macht.
    diesen 34jährigen ratsiraka zögling kann ich schlicht nicht ernst nehmen. macht einen auf demokratie und diktaturvorwurf an ravalomanana und will veränderung schaffen mit den diktatorischten mitteln schlecht hin - und zwar mittels putsch unter dem deckmantel einer "Demokratiebewegung". und erdreistet sich, seine "bewegung" mit der von 2002 zu vergleichen. vergißt aber dabei, dass er, im gegensatz zu ravalomanana 2002, keinerlei demokratische legitimation vom volk besitzt. rava hat damals trotz massiver manipulation eine undemokratische wahl gewonnen und wochenlang bis zu 1 mio leute allein in tana friedlich auf die straßen gebracht und darüber hinaus wurde er 2006 mit großer mehrheit demokratisch wiedergewählt. oder wie sagte neulich herr olchzowski vom goetheinstitut in tana in einem interview: rava ist weiß gott kein waisenknabe, aber er hat für das land mehr getan als alle präsidenten in den letzten 50 jahren". dem ist nichts hinzu zufügen.

    momentan geht es nur um machtgewinn. der vorwurf an ravalomanana, er wäre ein diktator ist absurd, auch wenn r. auch sehr sehr kritisch zu sehen ist. r. ist wie gesagt 2x demokratisch legitimiert worden und sein gegner nicht und er versucht mit wirklich diktatorischen mitteln an die macht zu kommen und das offensichtlich mit hilfe der alten machtelite, die im hintergrund agiert. für madagaskar wäre das ein schwerer rückschlag.
    ich hoffe die vermittler und ravalomanana selbst schaffen es die lage zu beruhigen und eine politische lösung zu finden.

    unsere projekte arbeiten auch unter diesen bedingungen weiter. es war 1 woche teilweise geschlossen, aber die arbeit muß weitergehen. und solange keine unmittelbare gefahr für die mitarbeiter besteht - und das scheint so zu sein - versuchen sich alle auf die arbeit zu konzentrieren. die kinder müssen ja weiter versorgt werden. bis vorgestern war die lage längst wieder beruhigt. die unruhen sind auch lokal auf das zentrum begrenzt und die normale bevölkerung inkl projekt haben kaum etwas davon mitbekommen und es war ihnen mittlerweile völlig egal. die derzeitigen prakt. haben uns auch beruhigt...eigentlich geht das normale leben weiter wie bisher, bis auf die ausgangssperre.

    die aktuelle situation vor ort verfolge ich seit samstag aber gespannter denn je, nach dem unsäglichen versagen des mad. militärs....so unnötig wie sonstwas...und das könnte ravalomanana echt in die defensive bringen..vor allem international. denn letztlich trägt er die verantwortung für diese schüsse. ok finde ich das absolut nicht...

    wir werden sehen wie es weitergeht....und hoffen...

    was die babynahrung betrifft kann ich dir leider nichts sagen. ich habe davon nichts gehört, kann aber mal eine anfrage ans projekt senden. wenn wir dir bzw deinen kontakten vor ort irgendwie helfen können, dann gib mir bitte bescheid. ich werde sehen was sich machen lässt...

    liebe grüße, heiko

Bitte melde Dich an, um eine Frage zu stellen.