Deutschlands größte Spendenplattform Mehr
Mitfreuen - das die KulturpassNutzerInnen heute
MARLA GLENN in der Centralstation hören+erleben können!
Kultupass: kostenlos-niedrigschwellig-einfach-unbürokratisch
dabei sein e.V. auch via www.dabeisein.org
Dein positiver Bericht aus Darmstadt:Kultupass:
kostenlos-niedrigschwellig-einfach-unbürokratisch
Wir präsentieren einmal im Monat neben den Sozialpartnern das Projekt dabei sein,
im ZUCKER, in der Liebfrauenstraße 66 in Darmstadt. Unser Tag der offenen Tür:
Ich bin CVO des Projektes dabei sein.
Dein positiver Bericht aus Darmstadt:- weil es viele Menschen in prekären Lebenslagen in Darmstadt und Umgebung gibt
- weil es bis dahin keinen Kulturpass in Darmstadt und Umgebung gab, seit Mai 2012 schon
- und weil Teilhabe zu realisieren meine Profession ist
Aktionstag
Wie ist Deine Verbindung zum Träger bzw. zum Projekt?Vorstand des Vereins
Dein positiver Bericht aus Darmstadt:... weil kulturelle Teilhabe: kostenlos und selbstbestimmt in Österreich seit 2003 mit dem Kulturpass funktioniert und in Darmstadt seit dem 21.Mai 2012 funktioniert.
Im Mai 2012 bei einer Veranstaltung in Darmstadt.
Wie ist Deine Verbindung zum Träger bzw. zum Projekt?Interessierter, zeitungslesender Darmstädter Bürger.
Sonst keine Verbindung.
In Armut gerät man nicht aus persönlicher Verantwortung, sondern in aller Regel aufgrund von gesamtwirtschaftlichen Strukturen (siehe Schlecker, Neckermann etc.), Krankheit oder anderen persönlichen Schicksalsschlägen.
Obwohl diese Fakten nahezu unbestritten sind, setzen einige Organisationen, die sich der Unterstützung von wirtschaftlich armen Menschen auf die eigenen Fahnen geschrieben haben, auf Gesten der Demut der Betroffenen, wenn sie diesen helfen.
Nichts gegen ein freiwilliges Dankeschön. Wenn der Dank der Betroffenen in der helfenden Organisation aber strukturell angelegt ist und damit auch noch Politik gemacht wird, ist das mehr als zweifelhaft.
Ein solch zweifelhaftes Konzept betreibt der Verein dabeisein e.V. mit seinem Kulturpass-Projekt in Darmstadt. Die Nutzer des Pass sind darauf angewiesen, dass Institutionen ihnen freie Plätze zur Verfügung stellen.
Wenn das dann mal passiert, dann muss der Betroffene damit rechnen dazu genötigt zu werden, via Foto auf der Homepage des Vereins zu verkünden, wie toll die Veranstaltung und das edle Sponsoring der Eintrittskarten waren. Zum Beispiel die Nightwash-Veranstaltung im Jagdhofkeller (http://www.dabeisein.org/wai1/showcontent.asp?ThemaID=59).
Das macht mich sprachlos.
Mit diesen Charity-Events, der vor allem das Scheinwerferlicht auf die Spender wirft, betreibt dabeisein e.V. einen sozialpolitischen Suppenküchen-Ansatz der 50er Jahre. Nicht mehr, nicht weniger.
Anders hingegen das Konzept von Stadt Darmstadt und dem Bündnis für soziale Gerechtigkeit, in dem neben Wohlfahrtsverbänden, auch Gewerkschaften und Kirchen vertreten sind. Hier sollen bestehende staatliche Leistungen mit kulturellen Leistungen auf einer Karte verbunden werden. Organisatorisch verantwortlich ist die Stadt, was eine demokratische Kontrolle durch das Stadtparlament garantiert und die Einhaltung des sensiblen Sozialdatenschutzes.
Die mit dem Sozialpass gewährten Rabatte gelten für die Betroffenen nahezu immer und nicht dann, wenn gerade ein Platz frei ist. Durch den engagierten Vorstoß des Staatstheaters wird dort beispielsweise eine Ermäßigung von 50% auf Karten aller Kategorien gewährt, so dass man schon für 3-4 Euro jederzeit eine Vorstellung besuchen kann.
Das ist dann ein Recht, für das man nicht in Demut erstarren muss, sondern es als mündiger Bürger nutzen kann.
Der Verein dabeisein e.V. sollte überdenken, was er da eigentlich gerade fabriziert. Die Stadt macht mit ihrem Sozialpass-Modell hingegen vor, was emanzipatorische Sozialpolitik heute ausmacht.
Helmut Angelbeck