Das Elisabethstift ist bemüht, seine Angebote als Hilfen zur Erziehung möglichst flexibel den Bedürfnissen der Familien bzw. der Kinder und Jugendlichen anzupassen und entsprechend zu erweitern. So gibt es bei uns Angebote im stationären Bereich, im teilstationären Bereich und im ambulanten Bereich.
In der letzten Zeit haben wir öfter Anfragen erhalten, ob wir auch Plätze für junge, minderjährige Mütter und ihre Säuglinge oder Kleinkinder anbieten können. Wir haben für Jugendliche, die sich auf die Verselbständigung vorbereiten, spezielle Plätze in einer Verselbständigungsgruppe oder im Betreuten Einzelwohnen, aber die Räumlichkeiten und auch das Personal waren nicht auf die gleichzeitige Betreuung von den Kindern eingerichtet.
Um die Betriebsgenehmigung für eine Mutter-Kind-Gruppe erhalten zu können, müssen wir die vorhandenen alten Bäder sämtlich umbauen und modern ausstatten bzw. weitere Sanitärmöglichkeiten hinzufügen. Dazu fehlen uns jedoch die Mittel, so dass wir uns über zusätzliche Unterstützung sehr freuen.
In der geplanten Mutter-Kind-Gruppe können wir 8 Mütter mit ihren Kindern aufnehmen. Mutter und Kind erhalten jeweils ein gemeinsames Zimmer. Das Ziel ist, den Müttern die Gelegenheit zu geben, eine Berufsausbildung abzuschließen und sie in ihrer neuen Rolle als Mutter zu begleiten und anzuleiten. Parallel dazu ist es natürlich unsere Aufgabe, die Kinder entsprechend ihrem Alter und ihrer Entwicklungsstufe zu fördern und zu betreuen, wenn die Mütter lernen oder arbeiten. Die Mütter werden in allen Lebensbereichen beraten, u.a. in hauswirtschaftlichen Fragen, in Fragen der Erziehung, der Partnerschaft, und auch in rechtlichen Fragen. Wir fordern zu einer konkreten Lebensplanung auf und begleiten die Mütter in ihren Entscheidungen, z.B. auch, wenn sie sich dafür entscheiden, ihr Kind in eine Pflegefamilie oder zu Adoption frei zu geben. Der gemeinsame Austausch mit anderen jungen Frauen in ähnlicher Lebenssituation ist für die Mütter oft sehr hilfreich.
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