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Die Naturkunde des Chaco - Das Wissen der Ayoreo

Ein Hilfsprojekt von: K. Albers

8 weitere Fotos anschauen
 
100 % finanziert

K. Albers (verantwortlich)

K. Albers
Der Chaco ist nach dem Amazonas die zweitgrößte Forstzone in Lateinamerika.

Die Ayoreo-Totobiegosode sind Ureinwohner des paraguayischen Chaco, nomadische Sammler und Jäger. Sie wissen die Naturressourcen schonend zu nutzen. Unter den harten Bedingungen können sie nur solange überleben, wie der Wald erhalten bleibt.

Eine Gruppe von ihnen lebte zehn Jahre unfreiwillig in einer evangelistischen Missionsstation. Dann gelang es ihnen mit Hilfe von Ethnologen, einen Teil ihres Landes in das Grundbuch eintragen zu lassen. Jetzt leben sie auf ihrem eigenen Land in zwei Dörfern "Arocojnadi" und "Chaidi" unter eigener Führung mehr oder weniger nach ihren Traditionen.

Jedes Dorf hat eine Schule, in der junge Lehrer aus der Gemeinschaft den Kindern Schreiben und Rechnen beibringen. Doch die Ayoreo besitzen wertvolles Wissen über die Natur des Chaco, das bei den jungen Leuten bereits in Vergessenheit gerät. So entstand der Wunsch, dass die Älteren der jungen Generation ihre Erfahrung und ihren Wissensschatz weitergeben sollen. Regelmäßig wird eine erfahrene Person die Kinder im tradi-tionellen Wissen von Natur und Kosmos unterrichten.

Das Wissen der älteren Ayoreo hat einen unschätzbaren Wert, denn die Natur des Chaco ist bislang in geringem Maße erforscht.

Wir möchten dieses Projekt "Naturkunde der Ayoreo" unterstützen:

Leider litt das Selbstvertrauen der Totobiegosode unter dem jahrelangen Einfluss der Missionare; sie wagen den Wert ihres Wissens nicht zu schätzen. Deshalb ist
eine Bezahlung für die LehrerInnen wichtig. Sie erhalten für den Unterricht den paraguayischen Mindestlohn von € 7,-/Tag.

Die Unterrichtsinhalte werden von den Dorflehrern aufgenommen, protokolliert und überarbeitet. Aus dem Material wird eine CD oder ein Buch entstehen. Die Unterstützer erhalten regelmäßig Information über den Fortgang des Projektes.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre geplant. Für den Unterricht und die Aufzeichnung benötigen wir € 3.000,-.

Weiter informieren:

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Informationen zum Projekt:

Fragen an K. Albers (verantwortlich):

  •  

    Hans Peter F. fragte vor etwa 4 Jahren

    Hallo Frau Albers,
    mit wem vor Ort in Filadelfia oder Asuncion könnten wir Kontakt aufnehmen und uns austauschen über ein Zusammenwirken?

     

    K. Albers: (Projektverantwortliche) antwortete vor etwa 4 Jahren

    Hallo Hans Peter F.,
    ich danke vielmals für Ihr Interesse an dem Projekt.
    Ich möchte Sie bitten, persönlich mit mir zu sprechen.
    Sie finden meine Daten unter www.almafilm.de
    Freundliche Grüße
    Karin Albers

  •  

    S. Keulig fragte vor mehr als 4 Jahren

    Hallo,
    Film und Buch über die Ayoreo und sogar ein Landkaufprojekt für die isoliert lebenden Ayoreos gibt unter: www.naturvoelker.org

     

    K. Albers: (Projektverantwortliche) antwortete vor mehr als 4 Jahren

    Ein sehr sehenswerter Film!
    Zu gern wüßte ich, wer diese hochinteressanten Szenen mit den Ayoreo vor 70 Jahren gedreht hat.

  • Bp_dauerspender

    Joana B. fragte vor mehr als 4 Jahren

    Einer unserer User - Rainer Willert - veröffentlichte gestern diesen interessanten Kommentar zu dem Projekt in seinem persönlichen blog, den ich gerne mehr Menschen zugänglich machen würde:

    "das ist gut, dass Ihr im Chaco was tun wollt. Ich war bei den Ayorero, weil ich in Filadelfia bei den Mennoniten war. Die Mennoniten siedeln seit Ende der 1920er Jahre dort im Chaco. Teile der Indianerbevölkerung haben sich mit den Eindringlingen verbunden, wurden Wander- oder Gelegenheitsarbeiter, konnten aber partiell ihre traditionelle Lebensform bewahren. Andere sind fortgezogen, tiefer hinein in den Chaco geflohen. Anfangs konnte von einer gewissen Symbiose gesprochen werden, beide Gruppen, Indianer und Mennoniten haben voneinander gelernt: die Indianer (so sagen es die Mennoniten) sind ihre Geisterplage losgeworden, nachdem sie vom einzig wahren Christengott erfahren hätten. Den Mennoniten ihrerseits wurde in diesem extremen Gebiet die Kunst des Überlebens gezeigt (es ist heiß dort und es fehlt über Monate an Regenfällen, also Wasser, weil auch keine Flüsse ziehen).

    Seit sich in den 80ern die Fortschrittler unter den Mennoniten durchgesetzt haben, wird im großen Stil gerodet. Seither verschwinden rapide die traditionellen Lebensmöglichkeiten der Ayorero. Aber ebenso gibt es seither aus dem Kreise der Mennoniten selbst zunehmend das Bewußtsein von der Notwendigkeit, etwas gegen die Zerstörung der Vielfalt zu tun. Da gibt es Vieles, etwa in Radio ZP30 (Filadelfia), wo Sendungen zum kulturellen Verständnis über die Ureinwohner beitragen sollen.

    Wenn ich etwas empfehlen soll, dann dies: man sollte die Mennoniten nicht als einen feindlichen Block betrachten. Neben den Fortschrittlern sind dort - wie gesagt - andere, die tiefe Kenntnis und Respekt von den Ayorero gesammelt/gewonnen haben und entsprechend viel dazu beitragen könnten, etwas von dem noch vorhandenen Kulturschatz und Lebensraum der Ayorero zu retten, bzw. wieder zu beleben. Umgekehrt sollte man bei der Zusammenarbeit mit paraguayischen Stellen vorsichtig sein. 1. hegt die neue demokratische Regierung nicht automatisch auch ein neues, wertvolleres Bild über die Ureinwohner. 2. wird bei der Konkurrenz um den Chaco - gegen die Mennoniten - vieles ins Feld geführt, was sich dann als Eigennutz entpuppt. Natürlich gilt es auch bei den Paraguayern zu unterscheiden. Dass Chase Sardi, ein ganz intimer Kenner der Chacoindinaer noch lebt, glaube ich eher nicht. Sicher gibt es aber nach wie vor an der Universidad Catolica in Asunción eine gute Indianerlobby.

    Wie nötig die Hebung des Selbstbewußtseins der Ayorero ist, belegen gerade die traurigen Fotos.

    Ich freue mich auf weitere Fortschritte."

     

    K. Albers: (Projektverantwortliche) antwortete vor mehr als 4 Jahren

    Ja, Rainer Willert hat Recht: Leider kennen hier wenige den Chaco überhaupt noch wissen sie von dem Raubbau jeglicher Art. Und da der Chaco so unbekannt ist, ist es auch sehr schwierig, Nachrchten darüber in die Öffentlichkeit zu bekommen. Der Amazonas lockt mehr Publikum - Leser, Hörer, Zuschauer.

    Als Filmregiesseurin lernte ich die Ayoreo und ihre Lage vor über zehn Jahren kennen. Seither besuche ich sie in weiten Abständen und setze meine Filmarbeiten als dokumentarische Langzeitbeobachtung fort.
    Als wir im letzen Jahr die Ayoreo besuchten, fiel mir auf, dass die junge Generation ihre eigene Traditionen kaum noch kennen und schätzen und das wertvolle Wissen über die Natur des Chaco verlieren. So entstand die Idee, dieses Unterrichtsprogramm zu starten.
    Unter www.almafilm.de können Sie mehr über mich erfahren und die Video-Reportagen aus dem Chaco bestellen.

    Hier noch einige interessante links:

    www.gat.org.py; www.indigene-paraguay.ch; www.archiv.onlinereports.ch; www.iniciativa-amotocodie.org; www.proparaguay.de; www.survival-international.org; www.gfbv.de; www.brot-fuer-die-welt.de/projekte/index.php; www.swr.de/swr2/programm/extra/lateinamerika/beitrag3.html; www.almafilm.de
     

    K. Albers: (Projektverantwortliche) antwortete vor mehr als 4 Jahren

    Es freut mich, auf diesem Wege von Menschen zu erfahren, die den Chaco so gut kennen.

    Chase Sardi hat am Rande von Asuncion ein schönes Museum der indigenen Kultur aufgebaut.

    Paraguay ist ein Land mit Bewohnern unterschiedlicher Kulturen und Sprachen. Die Ayoreo sind auf der untersten Stufe der sozialen Hierarchie angesiedelt - sie sind als letzte "aus dem Wald gekommen".

    Der Chaco wird z.Z. im großen Stil gerodet: brasilianische Firmen roden das Land, das den Ayoreo zugesprochen ist; Mennoniten kaufen das Gebiet bis zum Pilcomayo auf und an der Grenze zu Bolivien enstehen riesige Estancias z.B. von Grundbesitzern aus Östereich. Diese Fotoreihe veranschaulicht die fortschreitende Vernichtung der Wälder sehr eindrucksvoll:
    www.iniciativa-amotocodie.org/realidad/amotocodie.html

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