Côte d´Ivoire zählte lang zu den Vorzeigeländern Afrikas. Politische Stabilität und eine funktionierende Wirtschaft mit Einnahmen aus Tourismus und Export machten das Land in den 1990er Jahren zu einem der reichsten Westafrikas.
Seitdem hat sich viel verändert. Ein Militärputsch und der anschließende Bürgerkrieg haben Côte d´Ivoire zu Beginn des 21. Jahrhunderts stark ins Wanken gebracht. Die Armut wächst auf dem Land ebenso wie in den großen Städten. In der Metropole Abidjan etwa stieg der Anteil der Bevölkerung unter der Armutsgrenze von 0,7% (1985) und 14,9% (2002) auf fast ein Viertel der Gesamtbevölkerung von knapp 4 Millionen (2008).
Côte d´Ivoire ist zudem das von HIV/AIDS am stärksten betroffene Land Westafrikas. Hier lebten 2009 insgesamt 440.000 HIV-positive Menschen und 540.000 Waisen bzw. besonders verwundbare Kinder in Folge von AIDS. In Abidjan ist die Infiziertenrate mit 6% im Vergleich zu allen anderen Regionen des Landes am höchsten.
Zusammen mit unserer ivorischen Partnerorganisation haben wir uns dem Kampf gegen HIV/AIDS und andere sexuell übertragbaren Infektionskrankheiten verschrieben.
Im sehr armen Stadtteil Koumassi der Hauptstadt Abidjan führen wir schwerpunktmäßig unsere Projekte durch. Neben Sensibilisierungskampagnen, auch außerhalb der Hauptstadt, einer Vorschule für besonders gefährdete Kinder und einer ganzheitlichen und intensive psycho-soziale Unterstützung für von AIDS betroffene Kinder und Mütter, beinhaltet unser Engagement ein Mikrokreditprogramm für 15 HIV-infizierte Mütter.
Die meisten dieser jungen Frauen wurden nach Bekanntwerden der Krankheit von ihren Familien verstoßen oder von ihren Ehemännern verlassen. Um ihnen dennoch ein selbständiges und vor allem selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen stellen wir diesen willensstarken Frauen einen überschaubaren Betrag zur Verfügung mit dem sie versuchen, sich ein kleines Geschäft aufzubauen. Einigen Frauen ist dies bereits gelungen. Sie sind in einer Selbsthilfegruppe organisiert und treffen sich alle zwei Wochen mit unseren Mitarbeitern um sich auch über medizinische und wirtschaftliche Fragestellungen auszutauschen. Darüber hinaus stellen wir diesen Frauen monatliche Nahrungsmittelrationen, Hygiene-Sets und Medikamente zur Verfügung bis ihr Geschäft ausreichend Gewinn abwirft, um diese Ausgaben selbst bestreiten zu können.
Für den verantwortungsvollen Umgang mit Spendengeldern wird KinderBerg seit 1998 das DZI-Spendensiegel verliehen. Der hier beispielhaft dargestellte Bedarf wird dringend benötigt. Wir garantieren Ihnen, dass Ihre Spende nur für Ihr ausgewähltes Teilprojekt verwendet werden wird.
Weiterlesen
Per Widget auf einer anderen Webseite