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Trockentoiletten für Namibias Norden

Ein Hilfsprojekt von: Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) (Dörte L.)

Neuigkeiten: Hier infomiert Dich der Träger über den Stand der Dinge in diesem Projekt. So kannst Du beurteilen, wie mit den Spenden umgegangen wird.

Dörte L. (verantwortlich), verfasst vor mehr als einem Jahr

Dörte L.

Der Einsatz hat sich gelohnt!

Vor drei Jahren startete SODI ein ambitioniertes Projekt: 600 Trockentoiletten sollten in Namibia gebaut werden. Jetzt – am Ende des Projekts – kann sich die Bilanz sehen lassen: Insgesamt konnten 447 Toiletten direkt finanziert und errichtet werden. 463 Toiletten wurden teilfinanziert, das heißt mit materieller Unterstützung, Anleitung oder Beratungsleistung unseres namibischen Partners CHP gefördert. Insgesamt wurden somit 910 Toiletten errichtet – ein toller Erfolg, der nicht nur lokal in Otjiwarongo die sanitäre Situation verbessert, sondern auch national seine Wirkung zeigt.

Auch wenn das Projekt beendet ist, benötigen wir noch Spenden für die Deckung des Eigenanteils. Bitte helfen Sie mit!

 

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Sylvia W., verfasst vor mehr als einem Jahr

Sylvia W.

Ausbildung wirkt nachhaltig

 Das SODI-Trockentoilettenprojekt nähert sich seinem Ende. Es zeigt sich, dass die nachhaltige Trockentechnologie in Namibia Schule gemacht hat: nicht nur durch den Bau vieler Toiletten, sondern auch durch die Ausbildung von Baufachleuten.

Durch die Ausbildungsprogramme des CHP erhielten ca. 50 Jugendliche und junge Erwachsene eine Ausbildung im Bauhandwerk und damit die Möglichkeit den Weg aus der Arbeitslosigkeit und Armut zu finden. Die jungen Menschen erhielten durch das Training die Chance auf eine Anstellung oder ein Einkommen aus selbständiger Arbeit und tragen nun zum Lebensunterhalt ihrer Familien bei. Das ist ein großes Glück für sie und ihre Familien, denn in Namibia sind über 50 Prozent der Erwachsenen arbeitslos.

Bisher wurden dank zahlreicher Spenden über 420 Toiletten gebaut. Die Anzahl der direkt aus dem Projekt finanzierten Toiletten liegt damit zwar hinter den geplanten 600, jedoch konnten die Aufklärung über Hygiene, die Beratung vor Ort, Transportleistungen und die Ausbildung im Bauhandwerk weit über das geplante Maß erfolgen. Zudem hat das Projekt einen hohen Multiplikatoreneffekt, denn durch die Mitarbeiter des CHP, die ihr Fachwissen zum Bau von Trockentoiletten an interessierte Familien in anderen Teilen Namibias weitergaben, konnten weitere 600 Trockentoiletten gebaut werden.

Da der Spendenanteil von 108.000 Euro noch nicht vollständig gedeckt ist, bitten wir weiterhin um Eure Unterstützung für dieses Projekt!

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Sylvia W., verfasst vor fast 2 Jahren

Sylvia W.

Projekt-Endspurt

Das von SODI unterstützte <!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal</w:View> <w:Zoom>0</w:Zoom> <w:HyphenationZone>21</w:HyphenationZone> <w:DoNotOptimizeForBrowser/> </w:WordDocument> </xml><![endif]-->Projekt zum Bau von Trockentoiletten läuft im August 2011 aus. Der Bau von Trockentoiletten wird allerdings auch zukünftig möglich sein. Mithilfe von Selbstbausets, die unser namibischer Partner Clay House Project in Otjiwarongo entwickelt haben, können auch wenig geübte Handwerkerinnen und Handwerker die Konstruktion der Toiletten durchführen.

Das kommt vor allem den Bewohnern entlegener ländlicher Gebiete zugute, denn die Bausets sind kostengünstiger als der komplette Bau einer Toilette und darüber hinaus leicht zu transportieren. Nur Ziegelsteine, Zement, Sand und Farbe muss der Bauherr kaufen. Natürlich können auch die im Projekt ausgebildeten Maurerinnen und Maurer engagiert werden.

Das Selbstbauset wurde in den vergangenen Monaten von Mitarbeitern des CHPs entwickelt und wird nun immer stärker nachgefragt. Viele Politiker, Stadtverwaltungen, Farmer und Familien wissen heute bereits, dass eine Toilette auch ohne Wasser sauber und geruchsfrei funktioniert und dabei nicht teuer sein muss.

Bevor die Selbstbausets eingesetzt werden können, müssen jedoch noch wenige reguläre Trockentoiletten gebaut werden, um das sich im Endspurt befindende SODI-Projekt mit dem höchsten Nutzen für die Bewohner Otjiwarontgos zum Abschluss zu bringen.

Damit auch die letzten Trockentoiletten im Rahmen des auslaufenden Projekts gebaut werden können, bitten wir Sie um Ihre Hilfe!

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 2 Jahren

Sylvia W.

Trockentoiletten und nachhaltige Bildung

Abraham Simon hat es geschaftt. Im Laufe der Jahre hat er sich vom Vorarbeiter zum Co-Manager des "Clay House Projects" (CHP), der namibischen Partnerorganisation von SODI, hochgearbeitet. Seitdem ist er eines der großen Vorbilder der Kinder und Jugendlichen in der Wellblechhüttensiedlung Otjiwarongo, in der CHP erfolgreich Trockentoiletten baut.

Simon gibt nun sein Wissen an die Lehrlinge des CHPs weiter und kann so seinen Beitrag zur Zukunft der Jugendlichen leisten. Mit verschiedenen Ausbildungs- und Fortbildungsprogrammen versucht das CHP nachhaltig die Perspektivlosigkeit der Menschen vor Ort zu bekämpfen. So werden bereits über 50 Jugendliche und junge Erwachsene vom Trockentoilettenprojekt zu Baufachleuten ausgebildet.

Aber der Grundstein für eine aussichtsreichere Zukunft will früh gelegt sein. Gemeinsam mit SODI fördert das CHP den Bau von Kindergärten, die dann die Rolle einer "Vorschule" übernehmen. Hier werden Grundkenntnisse vermittelt, vorallem in Englisch, die einen erfolgreichen Schulabschluss erleichtern sollen.

Nur mit Bildung kann es zu einer nachhaltigen, positiven Entwicklung in Otjiwarongo kommen.

Bitte unterstützen Sie weiter unser Projekt, um auch anderen Menschen wie Abraham Simon bei ihrem Weg aus der Perspektivlosigkeit zu helfen!

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 2 Jahren

Sylvia W.

Trockentoiletten bewähren sich in der Praxis

Die Familien, die bereits von einer der über 350 errichteten Trockentoiletten in Namibia profitieren, plagt nun eine Alltargssorge weniger. Vorbei sind die Zeiten in denen sie sich täglich fragen mussten, wo und wann sie ihre Toilettengänge erledigen konnten. Besonders quälend war dieser Umstand für die Frauen in den Familien. Sie lebten in der ständigen Angst, alleine irgendwo in die Natur gehen zu müssen und sich dabei auch der Gefahr von gewalttätigen Übergriffen auszusetzen.

Auf dem Grundstück der Familie von Selma K. wurde im Frühjahr 2010 eine von SODI mitfinanzierte Trockentoilette errichtet. Nach einem knappen halben Jahr zieht die Familie eine durchweg positive Bilanz. Alle sind sich darüber einig, dass ihre Otji-Toilette eine der besten Investitionen war, zu der sich die Familie entschlossen hat. Durch die neu gewonnene Sicherheit und den Komfort einer hygenisch einwandfreien Toilette genießt die Familie nun einen Luxus, von dem viele andere Menschen in den armen Siedlungsgebieten Namibias leider noch immer nur träumen können.

Deshalb hofft SODI zum Bau weiterer Trockentoiletten, die sich bereits für einen Betrag von 75 Euro realisieren lassen, auf weitere Unterstützungen seitens der Spender.

 

Lesen Sie hier mehr zum unserem Trockentoiletten-Projekt in Namibia

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 2 Jahren

Sylvia W.

Gute Bewertung des Projektes durch EU

Die Europäische Union hat im Juli das SODI-Trockentoilettenprojekt in Namibia evaluiert. Die unabhängige Expertin stellt SODI und seinem Partner, dem Clay House Project, ein gutes Zeugnis aus. „Dieses Projekt stellt eine innovative Lösung der sanitären Einrichtungen zur Verfügung, die ein Wassersystem fördert, das rentabel, umweltverträglich und benutzerfreundlich ist.“ sagt die unabhängige Expertin. Eine Woche besuchte sie das Projekt, sprach mit Mitarbeitern und begünstigten Familien.

Die Namibische Regierung unternimmt viele Anstrengungen, das Sanitärproblem des Landes anzugehen. Ausländische Geldgeber, wie die Europäische Union, unterstützen sie dabei.

Zwei Drittel der Bevölkerung Namibias ohne hygienische Toiletten. Gerade auf dem Land ist die Situation katastrophal. Seit 1990 konnte der Versorgungsgrad lediglich von acht auf dreizehn Prozent gesteigert werden.

Das Trockentoilettenprojekt ist im dritten und damit letzen Jahr angekommen. Über 350 Trockentoiletten wurden bereits gebaut. Die Projektdurchführung ist gut und auch die Partnerschaft zwischen SODI und dem CHP wird als wirksam bewertet.

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Sylvia W., verfasst vor fast 3 Jahren

Sylvia W.

Endspurt im Toilettenprojekt

Das Projekt in Namibia, in dem bis 2011 600 Trockentoiletten gebaut werden sollen, kommt weiterhin gut voran.

Im Jahr 2009 wurden insgesamt 183 Toiletten fertig gestellt. Im Projekt erhielten zudem acht Personen eine Ausbildung in der Herstellung von Trockentoiletten – sechs von ihnen leben in Otjiwarongo, der Region, in der auch der namibische Partner von SODI, das Clay House Project, beheimatet ist. Seit Beginn des Projektes sind demnach bereits 287 Trockentoiletten in Betrieb.

2010 will das Clay House Project daher weiter hart daran arbeiten, dass die Trockentoilette größere Verbreitung findet. SODI benötigt für das von der EU geförderte Projekt 75 Euro an Spenden für eine Toilette. Unterstützen Sie uns!

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Sylvia W., verfasst vor fast 3 Jahren

Sylvia W.

Trockentoiletten in Namibia sparen 50.000 Liter am

Zum Weltwassertag am 22. März informiert der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) über sein Entwicklungsprojekt, in dem bereits 300 Trockentoiletten in Namibia gebaut wurden. Die Toiletten sparen insgesamt 50.000 Liter am Tag und verbessern die hygienischen Bedingungen in Entwicklungsländern.

SODI baut seit 2008 Trockentoiletten in Namibia. 300 Stück konnten bereits in armen Haushalten installiert werden. Die Technik der Toiletten nutzt die natürliche Sonnenenergie, um die Fäkalien auszutrocknen. Dadurch werden Bakterien abgetötet, die häufig Ursache für lebensgefährliche Infektionskrankheiten sind. Zudem spart die Toilette bis zu 200 Liter Wasser am Tag. Mit den bisher gebauten Toiletten können daher 50.000 Liter Wasser am Tag gespart werden.

Mit Mitteln der EU und privaten Spenden wurden bereits 300 der geplanten 600 Toiletten gebaut. SODI ruft zu weiteren Spenden auf. 75 Euro an Spenden sind für den Bau einer Toilette notwendig.

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Sylvia W., verfasst vor etwa 3 Jahren

Sylvia W.

Neue Projektverantwortliche bei SODI e.V.

Im März 2010 gab es bei SODI einen Personalwechsel. Dörte Lüneberg ist nun neue Projektverantwortliche und wird Sie regelmäßig über aktuelle Nachrichten aus dem Projekt informieren.

 

 

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Dörte L. (verantwortlich), verfasst vor etwa 3 Jahren

Dörte L.

Endspurt im Toilettenprojekt

Das Projekt in Namibia, in dem bis 2011 600 Trockentoiletten gebaut werden sollen, kommt weiterhin gut voran.

Im Jahr 2009 wurden insgesamt 183 Toiletten fertig gestellt. Im Projekt erhielten zudem acht Personen eine Ausbildung in der Herstellung von Trockentoiletten – sechs von ihnen leben in Otjiwarongo, der Region, in der auch der namibische Partner von SODI, das Clay House Project, beheimatet ist. Seit Beginn des Projektes sind demnach bereits 287 Trockentoiletten in Betrieb.

Leider ist die Nachfrage nach Trockentoiletten in anderen Landesteilen Namibias zum Ende des Jahres zurückgegangen. Das Clay House Project vermutet, dass die Ursache in den namibischen Wahlen begründet liegt. Die Politiker wollten die Hoffnung der Namibier auf eine Wassertoilette nach westlichem Standard nicht vor der Wahl zerstören. Viele Kommunen und Gemeinden haben daher das wassersparende Modell nicht angefordert, obwohl es für die begrenzten Umweltressourcen von Namibia viel besser geeignet ist.

Meist sind es Frauen, die sich für eine sanitäre Versorgung in der Kommune einsetzen. Wie in Deutschland besetzen leider viel zu wenige Frauen politische Führungspositionen. Auf Agatha Mweti, Leiterin für wirtschaftliche Entwicklung und Öffentlichen Service der Stadtverwaltung Otjiwarongo, trifft dies allerdings nicht zu. Sie unterstützt und fördert die so genannte „Otji-Toilette“ seit vielen Jahren:

„Gute sanitäre Einrichtungen sind sehr wichtig für die Gesundheitssituation in einer Stadt. Deshalb ermutigen wir die Menschen zur Anschaffung einer Otji-Toilette. Das ist besser, als weiter auf Wassertoiletten zu hoffen. Denn wir wissen nicht, ob sie jemals kommen und die Menschen sie bezahlen können. Deshalb ist es besser, die Otji-Toilette als gute sanitäre Einrichtung zu nutzen, anstatt ins Freie zu gehen. Es gibt viel Kriminalität. Frauen, Kinder und sogar Männer werden getötet und vergewaltigt.“

2010 will das Clay House Project daher weiter hart daran arbeiten, dass die Trockentoilette größere Verbreitung findet.

SODI benötigt für das von der EU geförderte Projekt 75 Euro an Spenden für eine Toilette. Unterstützen Sie uns!

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 3 Jahren

Sylvia W.

Die Geschichte von Wilhelmina

Neue Informationen aus Namibia liefert der SODI-Projektmanager Andreas Bohne in der Dezember-Ausgabe vom SODI-Report:

Die Geschichte von Wilhelmina

Häufig haben wir im SODI-Report über Verbesserungen berichtet, die die Trockentoilette insbesondere für Frauen und Kinder bringt. Manchen Bewohnern bringt das Projekt noch mehr Vorteile – eine von ihnen ist Wilhelmina Gideon.

Das Gesicht von Wilhelmina Gideon ist erwachsener geworden. Vier Jahre ist es her, dass ich sie als einfache, aber versierte Bauhelferin beim Mauern von Lehmhäusern und bei Schlosserarbeiten in Otjiwarongo getroffen habe. Nun ist sie für die gesamte Vorproduktion von Metallteilen für die Trockentoiletten im SODI-Projekt verantwortlich. 20 Personen leitet die 26-jährige derzeit als Vorarbeiterin beim SODI-Partner, dem namibischen Clay-House-Project (CHP), an.

Dass Wilhelmina irgendwann einmal 20 Männer und Frauen unterweisen wird, hätte sie niemals gedacht. Über ihre Anfangszeit sagt sie: „Besonders schwer war es den nötigen Respekt von den Männern zu bekommen. Die ersten drei Monate waren hart, aber dann wurde ich voll von ihnen anerkannt“. Für Frauen wie Wilhelmina bieten die SODI-Projekte mit dem CHP nicht nur die Verbesserung der Lebensbedingungen durch ein Lehmhaus oder eine Trockentoilette, sondern auch einen langfristigen Arbeitsplatz. Wilhelmina ist in einem kleinen Dorf im Norden von Namibia aufgewachsen und im Alter von 7 Jahren nach Otjiwarongo gezogen, weil ihre Mutter eine Arbeit auf einer nahegelegenen Farm bekommen hatte. So wie viele Familien lebten sie zuerst in einer selbst zusammengezimmerten, kleinen Wellblechhütte unter menschenunwürdigen Bedingungen. Das erste SODI-Lehmhausprojekt schaffte Abhilfe: 2002 baute ihre Mutter als eine von 100 Familien ein Lehmhaus, in welches Wilhelmina und ihre kleine Schwester einzogen. Noch heute lebt die Familie in dem Haus. Vom CHP ein Jahr später angesprochen, arbeitete Wilhelmina zuerst in der Lehmziegelherstellung und wurde später als Metallarbeiterin angestellt. Ihre gesamten Kenntnisse in der Metallbearbeitung lernte sie beim CHP. Ende Oktober dieses Jahres zog sie in ihr eigenes Lehmhaus mit einer Trockentoilette. Jetzt will sie ihre 7-jährige elternlose Cousine aufnehmen, um auch ihr ein sicheres und sauberes Wohnumfeld zu bieten.

Seit 2008 baut SODI zusammen mit seinem namibischen Partner Clay House Project Trockentoiletten, um die hygienischen Bedingungen der armen Bevölkerung weiter zu verbessern. Über die Trockentoilette weiß Wilhelmina Gideon nur Gutes zu berichten. „Sie verbessert die Gesundheit der Kinder und schützt die Umwelt. Weil sie individuell angestrichen werden, sind ihre leuchtenden Farben der Hingucker in der Siedlung“, erklärt sie stolz, denn schließlich hat sie ihren Anteil daran.

Unser Projekt zeigt deutlich: Frauen sind nicht nur die treibende Kraft beim Erwerb einer Toilette. Nein, auch bei der Durchführung unseres Trockentoilettenprojektes sind Frauen eine zuverlässige und treibende Kraft. Wilhelmina ist nicht die einzige Frau, sondern auch Floriana, Selma, Renhilde, Maria, Josefine und viele andere tragen zum Erfolg bei. Wie uns das CHP kürzlich mitteilte, sind von den geplanten 600 Trockentoiletten bereits 230 gebaut und 150 Toiletten vorproduziert.

Für die Weiterführung des Projekts benötigen wir Ihre Unterstützung. Damit fördern wir nicht nur eine sanitäre Versorgung, sondern schaffen ein Einkommen und eine Qualifizierung für zahlreiche Frauen.

Andreas Bohne, Projektmanager

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 3 Jahren

Sylvia W.

SODI-Aktion zum Welttoilettentag in Berlin

Zum Welttoilettentag am 19.11.2009 hat der Solidaritätsdienst-international e.V. (SODI) in einer öffentlichen Aktion auf die anhaltenden Missstände hinsichtlich der sanitären Versorgung in Entwicklungsländern aufmerksam gemacht. Vergangenes Jahr stand die Sanitärversorgung mit dem „Internationalen Jahr für sanitäre Grundversorgung“ für kurze Zeit im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Nach UN-Angaben müssen weltweit immer noch 2,5 Milliarden Menschen ohne ausreichende sanitäre Versorgung leben. Der mangelnde Zugang zu Sanitäranlagen und zu sauberem Wasser verursacht unter anderem vermeidbare Durchfallerkrankungen bei Kindern. Pro Tag sterben hierdurch 6000 Kinder weltweit. Laut einer aktuellen Studie von UNICEF und WHO wird das siebte Millenniumsentwicklungsziel der Vereinten Nationen, den Anteil der Menschen ohne Zugang zu sanitärer Grundversorgung um die Hälfte zu senken, bei den derzeitigen Bemühungen um mehr als 700 Millionen Menschen verfehlt. SODI fordert daher eine andere Qualität der Anstrengungen und wirbt mit einer neuen Technologie für nachhaltige Lösungen.

Bei der Aktion von SODI am Berliner S-Bahnhof Friedrichsstraße wurde die Öffentlichkeit unter dem Motto "Stell Dir mal vor, du musst mal ... und keine ist da" informiert. Sechs große Ausstellungstafeln umgaben den Info-Stand. Auf ihnen sind hockende Menschen abgedruckt, die sich hinter Telefonzellen oder Abfalleimern verbergen. Mit der Ausstellung der German Toilet Organisation sollte auf die unzureichenden hygienischen Bedingungen aufgrund fehlender Toiletten in Entwicklungsländern aufmerksam gemacht werden. Zudem wurde das SODI-Projekt "600 Trockentoiletten in Namibia" vorgestellt. Das Projekt zielt insbesondere auf den Raum Sub-Sahara-Afrika ab, wo die Probleme sanitärer Versorgung besonders groß sind. Gemeinsam mit der namibischen Organisation Clay House Project verbessert SODI die Lebenssituation tausender Bewohner einer Armensiedlung.

Da sich besonders arme Menschen in Entwicklungsländern die Wasserkosten für Toiletten nach westlichem Standard nicht leisten können, wurde in Namibia ein Trockentoilettensystem entwickelt und erprobt: die "Otji-Toilette". Sie ist speziell angepasst an die ökologische Situation des Landes und die finanzielle Situation der Menschen. Die Otji-Toilette wurde 2002 aus verschiedenen Trockentoilettensystemen entwickelt. Über 400 Mal wurde sie bereits gebaut, unter anderem für 200 SODI-Lehmhäuser. Die Otji-Toilette bietet eine nachhaltige Alternative zu allen wasserverbrauchenden Systemen und ist wegen ihrer ausgefeilten Technik völlig geruchlos. Sie ist einfach zu bedienen, kaum reparaturbedürftig und kann als separates Häuschen oder im Wohnhaus gebaut werden. Im Kampf gegen die Ausbreitung von Krankheiten, wie Durchfall und Cholera, bieten Trockentoiletten eine optimale Lösung. Gleichzeitig schonen sie die Umwelt und sind für arme Menschen erschwinglich. Durch eine Trockentoilette werden zudem jährlich 70 000 Liter Wasser gespart, das die Menschen als Trinkwasser und zum täglichen Leben nutzen können.

Trotz der guten Ergebnisse des SODI-Projekts sind wir auch weiterhin auf Eure Unterstützung angewiesen, um auch im kommenden Jahr erfolgreich in Namibia weiterarbeiten zu können.

Auf der Homepage können die Bilder von der Aktion unter diesem LINK angesehen werden.

Andreas Schulz

 

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 3 Jahren

Sylvia W.

Frauen treibende Kraft bei sanitärer Verbesserung

Es gibt wieder Neuigkeiten aus Namibia. Unser neuer Bericht beschreibt für Euch die großen Verbesserungen im Lebensalltag vor allem der weiblichen Bevölkerung durch die Trockentoiletten.

von Alfred Hensel, Clay House Project

Namibia unterscheidet sich, was dieSituation der Frauen in der sanitären Versorgung angeht, vermutlich kaum von den umliegenden Ländern. Hier wie dort sind Frauen in die Entscheidungsprozesse um notwendigeVeränderungen nur marginal eingebunden.

Johanna Hamupembe litt lange unter fehlender sanitärer Versorgung. Mit ihren zwei Kindern Daniel und Willem lebt sie allein in Orwetoveni am Stadtrand Otjiwarongos in Namibia. „Es ist nicht leicht, alles allein zu machen. Früher hatte ich oft Angst in meiner Wellblechhütte und die Kinder waren oft erkältet oder hatten Durchfall“, berichtet Frau Hamupembe und führt dies zurück auf die schlechten hygienischen Bedingungen in und um ihre Hütte.

Die Hygienesituation für namibische Frauen ist insbesondere in ländlichen Gebieten und in den Squatter-Camps unerträglich. Da es nahezu keine Sanitäranlagen gibt, verrichten die Menschen ihre Notdurft im „Busch“ oder in eine Plastiktüte, die irgendwo in der Landschaft, meist direkt hinter der eigenen Hütte, liegen gelassen wird. So wird die Verbreitung von Krankheitserregern beschleunigt, die Gesundheit vor allem von Kindern stark gefährdet.

Das Fehlen von Toiletten hat zudem schwerwiegende Auswirkungen auf die Lebenssituation von Frauen und Mädchen. Sie versuchen den Gang in den „Busch“, so oft es geht zu vermeiden, denn dort besteht die permanente Gefahr von Überfällen und Vergewaltigungen. Aus Angst trinken viele Frauen zu wenig – mit gesundheitlichen Folgen. Zudem brechen junge Mädchen in der Pubertät häufig die Schule ab, wenn dort keine Sanitäranlagen vorhanden sind. Das begünstigt den Kreislauf aus fehlender Bildung, Armut und Benachteiligung von Frauen.

In Otjiwarongo baut SODI zusammen mit dem Clay House Project und mit Unterstützung der Europäischen Union sowie privaten Spenden 400 der sogenannten Otji-Toiletten. Weitere 200 dieser Trockentoiletten entstehen in anderen Landesteilen. Bisher sind es in der Mehrzahl Frauen, welche sich für den Bau einer Toilette auf dem eigenen Grundstück begeistern können und bereit sind, dafür einen Teil ihres Geld zu investieren. Frau Hamupembe konnte mit Hilfe eines anderen SODI-Projektes aus ihrer Wellblechhütte in ein stabiles Lehmhaus ziehen. Zudem steht eine Otji-Toilette auf ihrem Grundstück - ganz in der Nähe des Hauses. Für sie ist es wie ein neues Leben. Ungern erinnert sie sich an die Zeiten ohne Toilette, zeigt lieber ihr neues „Herzhäuschen“, das sie immer sauber hält und das zudem abgeschlossen werden kann.

Die Namibische Regierung erarbeitet derzeit eine „Sanitation Strategy“ für die Jahre 2010 bis 2015. Durch eine breite Öffentlichkeitsarbeit, geeignete Steuerungsmaßnahmen und finanzielle Hilfen für bislang benachteiligte Regionen soll Namibia dem Ziel einer nahezu 100%igen Versorgung mit Sanitäranlagen näher gebracht werden. Insbesondere die ländlichen Gebiete sollen zu 100% mit Trockentoiletten, einer kostengünstigen und umweltfreundlichen Technologie, ausgestattet werden.

Die Umsetzung der neuen „Sanitation Strategy“ wird für einen gewaltigen Beschäftigungsschub sorgen. Von diesem werden auch Frauen profitieren, da sie in Namibia oft in Berufen tätig sind, die in Deutschland als reine Männerberufe gelten. Sie fertigen Betonteile, schweißen Toilettentüren, sie mauern und streichen die Toilettenhäuser. Eine von ihnen ist Frau Hamupembe. Nachdem sie in der Lehmziegelherstellung für ihr Haus erste Erfahrungen gesammelt hat, qualifizierte sie sich vor kurzem als Schweißerin. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das schaffe, aber nun verdiene ich selber den Lebensunterhalt für mich und meine Kinder. Es gibt so wenig Arbeit in Otjiwarongo und fast keine meiner Freundinnen arbeitet. Sie sind abhängig von den Männern - das ist nicht immer gut für sie,“ erklärt sie.

Das SODI-Programm zum Bau von Toiletten fördert in erster Linie die heimische Wirtschaft, da die Baustoffe lokal produziert und verarbeitet werden. Zudem bietet es die Chance, Frauen an den Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Es ist generell zu fordern, dass Investitionen größeren Umfanges, wie sie in vielen Kommunen und Regierungsbezirken erforderlich sind, nur unter der Beteiligung des Namibischen Ministeriums für Geschlechtergerechtigkeit und Kinderfürsorge sowie lokaler Frauenorganisationen getroffen werden.

Das namibische Clay House Project ist für alle Fälle gut gerüstet, denn mittlerweile sind 12 Personen darin geschult, die notwendigen Toilettenteile herzustellen; 9 davon sind Frauen. Bitte unterstützen Sie das SODI-Projekt und helfen Sie mit bei der Verbesserung der hygienischen Bedingungen in Namibia.

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Sylvia W., verfasst vor fast 4 Jahren

Sylvia W.

Eine Idee geht um die Welt

Ein Beitrag von Ali Hensel

Eine Idee geht um die Welt

das klingt vielleicht ein wenig übertrieben, aber Werbung (auch die für die Otji-Toilette) lebt von der Übertreibung. Trotzdem ist es zumindest nicht unwahr, wenn ich behaupte, dass die Idee der Otji-Toilette rings um die Welt auf immer mehr Interesse stößt.

Anfragen aus den unterschiedlichsten Ländern, von Nepal über den Jemen bis zu vielen Ländern Afrikas, zeigen: Die Problemlage ist fast überall die Gleiche. Die westliche Wegspülkultur können sich viele Länder dieser Erde nicht leisten und deshalb ist man auf der Suche nach einer ökologisch vertretbaren Alternative. Das Clay House Projekt mit seiner Otji-Toilette bietet diese Lösung und das weltweite Web macht das Auffinden unserer Idee leicht.

Die Mails aus vielen Ländern landen in meinem Computer und auf diese Weise lerne ich, zumindest virtuell, eine Menge Menschen kennen. Nette Männer, nette Frauen – es geht höflich zu beim Erfahrungsaustausch und das Aussehen kann ich mir ganz nach Belieben dazu denken. Sitzt meine „Bekannte“ in Aden/Jemen verschleiert am PC oder arbeitet man bei Hilfsorganisationen schleierlos, damit sich die Finger beim Schreiben nicht im Stoff verheddern? Ist die Frau, die wegen Toiletten in Ghana nachfragt, jung und hübsch, oder auch eine Rentnerin wie ich, wo es aufs Aussehen nicht mehr so ankommt?

Da wir die Idee der Otji-Toilette nicht schützen, sondern möglichst weit verbreiten wollen, sind wir nun dabei eine Bauanleitung anzufertigen, die es Anderen ermöglicht die Toilette nachzubauen. Da dies aber nicht unsere Hauptaufgabe ist, dauern die Dinge ein wenig und im Augenblick sind wir noch damit beschäftigt, eine Anleitung für Selbstbauer zu verfassen. Mit diesem „Otji-Toilet self builder manual“ kann sich jeder unserer Kunden nach dem Kauf eines Bausatzes seine Otji-Toilette selbst zusammenbauen. Ikea – lässt grüßen. Ich hoffe nur, dass unsere Bauanleitung keine desaströsen Ergebnisse bringen wird – aber zumindest die Kloschüssel wird wohl nicht zu verwechseln sein.

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Sylvia W., verfasst vor fast 4 Jahren

Sylvia W.

Auch Dank Eurer Hilfe bereits 114 Toiletten gebaut

Vielen Dank für Eure Unterstützung! Ihr auf betterplace habt dazu beigetragen, dass bereits 114 Otji-Toiletten im Rahmen des SODI-Projekts in Namibia installiert werden konnten. Bis 2011 läuft das Projekt noch und einige Toiletten sind noch zu bauen!!

Hier neueste Informationen von unserem Projektpartner CHP zur namibische Strategie das Sanitärproblem in Namibia zu lösen:

von Alfred Hensel, Mitarbeiter im Clay House Project

Anfang des Jahres 2009 ließ das Ministerium für Landwirtschaft, Wasser und Forstwesen eine Analyse der Sanitärversorgung in Namibia durchführen. Das Evaluationsteam legte am 3. März 2009, im Rahmen eines Strategieworkshops, eine Situationsanalyse vor, an Hand derer die Strategie bis 2015 erarbeitet wurde.

Am Workshop in Windhoek nahmen 45 Verantwortliche verschiedenster Organisationen und Ministerien aus den Bereichen Wasser und Abwasser, Sanitärsysteme und Gesundheitsversorgung teil. Die Basisdaten über den aktuellen Stand des Bedarfes in Namibia zeigen eine gewaltige Lücke bei der Versorgung mit Sanitärsystemen auf. Besonders in den ländlichen Regionen sowie den informellen Siedlungen am Rande der Städte ist eine dramatische Unterversorgung der Bevölkerung mit Toiletten festzustellen.

So haben in den nördlichen Regionen wie Caprivi, Kavango, Kunene, Omusati und Ohangwena ca. 90 Prozent der Menschen keine Toiletten. Insgesamt, so die Statistik, müssen bis zum Jahr 2015 mindestens 150.000 Toiletten gebaut werden, sollen 66 Prozent der Bevölkerung mit Sanitäreinrichtungen versorgt werden.

Der Bau von 150.000 Toiletten würde exakt der Verwirklichung der Millenniumsziele Namibias im Jahr 2015 entsprechen. Für eine Umsetzung der sogenannten „Vision 2030“, in der eine 100prozentige Abdeckung des Bedarfes an Toiletten angestrebt wird, müssten gar 400.000 Toiletten gebaut werden. Schon die Schließung der Lücke von 150.000 Toiletten in den nächsten sechs Jahren (davon 97.500 auf dem Lande, 52.500 in städtischen Gebieten) stellt Namibia vor gewaltige Herausforderungen.

Bei den beschränkten Haushaltsmitteln zur Umsetzung der Millenniumsziele ist es für die Experten wichtig, bezahlbare und zugleich ökologischen sowie hygienischen Standards entsprechende Toilettensysteme vorzuschlagen. Es ist absehbar, dass Wassertoiletten wegen der hohen Kosten nur in begrenzter Zahl zum Einsatz kommen werden. In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle werden verschiedene Formen der Trockentoilette Verwendung finden.

Zurzeit werden in Namibia u.a. PIT-Latrines (einfache Plumpsklos) und auch sog. VIP´s (ventilierte Plumpsklos) eingesetzt. Dabei sind die Pitlatrinen aus hygienischen Gründen bedenklich, da eine Verseuchung des Grundwassers nicht auszuschließen ist. So kam es im letzten Jahr während der Überflutungen in der Region Onhangwena zu zahlreichen Cholerafällen, die im Zusammenhang mit der Überflutung der PIT-Latrinen gestanden haben dürften.

Mit dem Hintergrund, das Sanitärproblem zu lösen und gleichzeitig eine hygienische, umweltfreundliche und kostengünstige Toilette zu konstruieren, entwickelte das namibische Clay House Project vor einigen Jahren die Otji-Toilette. Die Trockentoilette, die vollkommen ohne Wasser funktioniert, wird wegen ihres hohen Verdunstungseffektes auch von anderen Institutionen empfohlen. Überzeugt von der Technologie realisiert SODI gemeinsam mit dem Clay House Project in Namibia ein Projekt zum Bau von 600 Trockentoiletten in allen Landesteilen Namibias. Mittel der Europäischen Union und private Geldspenden, die SODI dazu einwerben muss, machen dies möglich.

Während der Situationsanalyse Anfang des Jahres 2009 legte das Evaluationsteam seinen Schwerpunkt auf die Sanitärsysteme in Outjo und Otjiwarongo. In beiden Kommunen ist die Otji-Toilette bereits ein wesentlicher Bestandteil des Sanitärsystems. Sie wird in großen Stückzahlen vor allen in den Stadtgebieten eingesetzt, die über keine Kanalisation verfügen.

Die Analyse stellt fest, dass nicht nur die besseren Standards der Otji-Toilette, sondern auch die niedrigeren Kosten für Produktion, Aufstellung und Wartung ein Plus für die Toilette des Clay House Projects sind. Die niedrigen Kosten entlasten nicht nur den Staat als Investor und die Kommunen als Entsorger, sondern vor allem die Benutzer, die kaum in der Lage sind, die für eine Wassertoilette anfallenden Kosten aufzubringen.

Ein weiteres Argument für die Otji-Toilette ist deren Verfügbarkeit. Mit einer Produktionskapazität, die sich momentan auf jährlich 5.000 Toiletten beläuft, ist die Otji-Toilette das einzige preisgünstige Massenprodukt, das momentan einen nennenswerten Beitrag zur Deckung der immensen Lücke an Sanitärsystemen leisten kann.

Im Rahmen des SODI-Projekts und dank vieler Spenden konnten seit Anfang des Jahres 2008 bereits 114 Otji-Toiletten in Namibia installiert werden. Bis zum Ende des Jahres 2011 werden weitere 486 Toiletten folgen.

Neben der Verbesserung der hygienischen Bedingungen für 600 Slumbewohner steht als Projektziel auch die Übernahme der Bauaktivitäten durch die namibische Regierung. Spätestens im Jahr 2010 sollte das Clay House mit größeren Aufträgen der Regierung zur Produktion der Otji-Toilette rechnen können. Bis dahin werden wir die Zeit nutzen, die Produktionsabläufe unserer Werkstätten zu optimieren und noch effektiver zu gestalten. Denn eines ist klar: Nur ein qualitativ hochwertiges und schnell verfügbares Produkt wird eine Chance haben und die Situation der Bevölkerung nachhaltig verbessern.

Unterstützt uns weiter!!!!

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A. Hensel verfasst vor fast 4 Jahren
eine kurze Korrektur aus Otjiwarongo - denn die Zeit schreitet voran - bis Ende Juni wurden 159 Toiletten gebaut - Ali Hensel, Otjiwarongo

Sylvia W., verfasst vor etwa 4 Jahren

Sylvia W.

Kreative Wassersparer gesucht!

Wusstet ihr schon? Am Sonntag, dem 22.3.2009, ist Weltwassertag. Wir finden, das ist ein guter Anlass um darauf hinzuweisen, dass ein Europäer im Haushalt durchschnittlich 126 Liter Wasser am Tag verbraucht. Rechnet man allerdings den Wassereinsatz für die Produktion von Lebensmitteln, Kleidung, Transport usw. dazu, liegt der Verbrauch bei 14.520 Litern pro Tag! Dabei ist Wasser in vielen Teilen der Welt Mangelware. Namibia zum Beispiel gehört zu den trockensten Ländern im Südlichen Afrika – hier fällt zwischen April und Oktober fast kein Tropfen Regen. Daher haben die Menschen in Namibia und in anderen Ländern auch nur ein Bruchteil dessen zur Verfügung, was bei uns regelmäßig aus dem Wasserhahn läuft. In Selbsthilfeprojekten baut SODI daher 600 Trockentoiletten, in Kambodscha entstehen 100 neue Brunnen.

SODI ruft am 22.3.2009 dazu auf, kreativ so viel Wasser wie möglich zu sparen und die Aktion mit einem Foto zu dokumentieren. Sendet euer Aktionsfoto an info@sodi.de! Wir veröffentlichen die Bilder auf unserer Homepage und prämieren das Foto des/der kreativsten Wassersparers/in mit dem Büchlein "Schwarze Weisheiten" aus Afrika.

Wir haben euch Fakten rund um den europäischen Wasserverbrauch und Tipps zum Wassersparen zusammengestellt:

Im Badezimmer:

  • Beim Zähneputzen bei fließendem Wasser verbraucht 6-7 Liter Trinkwasser - bei einem abgefülltem Glas nur 0,2 Liter
  • Eine Minute Duschen bedarf im Schnitt 12 Liter Wasser. Hier kann man eine Menge sparen, wenn beim Einseifen das Wasser abgestellt wird oder nicht das gesamte Liederrepertoire zum Tragen kommt.
  • 9 Liter fließen, wenn man die Toilettenspülung betätigt – wenn man nicht die Stopptaste benutzt.
  • Die entspannende Badewanne muss mit etwa 100 Litern Wasser gefüllt werden. Das ist immer noch wesentlich mehr als 5 Minuten Duschen.

 

In der Küche:

  • Bis 1Kg Rindfleisch in eurer Küche ankommt, sind 16.000 Liter Wasser geflossen. Lediglich 1.000 Liter Wasser sind notwendig für die Produktion von 1Kg Weizen – iss heute also mal vegetarisch.
  • Eine moderne Spülmaschine verbraucht zwischen 9 und 18 Litern. Also nur anstellen, wenn sie auch wirklich voll ist.
  • Wer keine Spülmaschine hat, sollte die Teile nicht einzeln abwaschen, sondern einen Sammelabwasch am Abend machen.

 

Und sonst:

  • Zum Pflanzenbewässern verbraucht der Durchschnittsdeutsche 1 Liter Trinkwasser am Tag. Wer die Möglichkeit hat Regenwasser aufzufangen, kann auch damit ausgezeichnet bewässern.
  • Bei einem Waschgang fließen 30 Liter Wasser. Handwäsche verbraucht das Dreifache, aber z.B. bei weniger verschmutzter Wäsche die Spartaste deiner Waschmaschine drücken, hilft schon.

 

Übrigens: Mit der Trockentoilette in Namibia werden 30 Liter Wasser pro Person und Tag gespart – schafft ihr das auch? Weitere Infos unter www.sodi.de

 

 

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

Warum es immer wieder neue Bedarfe gibt....

Liebe Unterstützer des Projekts,

Zum Anfang des Jahres will ich gleich auf einen Kommentar eingehen, der mich letztens von einem betterplace-User erreichte. Es geht um die Frage, warum ich erst nach und nach neue Bedarfe einstelle und nicht von Anfang an den Gesamtbedarf transparent mache. Ich habe mich bereits öfters gefragt, ob dies die betterplace-Nutzer wundert. Betterplace selbst sagte mir, nein unsere User wissen, dass die Organisationen nie von Anfang an den Gesamtbedarf einstellen. Vermutlich gilt dies nur für einen Teil. Nun will ich einmal darüber aufklären:

Die Projekte, die ich hier einstelle, haben zum Teil ein enormes Geldvolumen. Das Projekt für Trockentoiletten in Namibia zum Beispiel kostet insgesamt 532.032 Euro. Davon werden 25.000 Euro von unseren lokalen Partnern getragen. 399.024 Euro werden durch die Europäische Union finanziert, und 108.008 Euro benötigt SODI an Spenden. Denn: Eine Förderung durch eine Institution ist immer damit verbunden, dass der Projektträger einen finanziellen Eigenanteil einbringt. In diesem Fall sind es eben die besagten 108.008 Euro, die SODI aus Spenden finanzieren muss. Ich könnte demnach von Anfang an 108.008 Euro als Gesamtspendenbedarf einstellen und diesen in unterschiedliche Bedarfe einteilen.

Allerdings funktioniert betterplace so, dass wir die Spenden erst überwiesen bekommen, wenn der Gesamtbedarf des Projektes erfüllt ist. In diesem Fall wäre es z.B. sehr unwahrscheinlich, dass diese große Spendensumme zusammenkommt, oder es würde zumindest sehr, sehr lange dauern, bis die betterplace user 108.008 Euro gespendet haben und betterplace uns das Geld überweist. Und noch viel schlimmer: Das Projekt ist gefährdet, da wir das Geld ja zeitnah benötigen. Viele Projekte bei betterplace (z.B. der Tierpark Berlin) haben diesen Fehler bereits getan...

Zudem bekommen wir auch von anderen Seiten als von den betterplace-Usern Spenden. Wir hätten am Ende demnach viel mehr Spenden zur Verfügung, als wir für das Projekt einsetzen könnten.

Wenn ich ein neues Projekt einstelle, bin ich daher sehr vorsichtig. Interessiert dieses Projekt die betterplace-User? Nach und nach stelle ich daher neue Bedarfe, je nach Interesse ein. Allerdings ist es wohl ratsam, in der Kurzbeschreibung die Finanzierung des Projektes transparent zu machen. Auch wenn sich alle wichtigen Zahlen auch auf unserer Internetseite finden -  wenn ihr hier klickt, kommt ihr zur Projektbeschreibung - sagt die Erfahrung, dass nicht viele User auf externe Seiten klicken. Hier muss also mehr Info her - diese Zahlen findet ihr also neu in der Beschreibung.

Ich hoffe, ein wenig Licht ins Dunkel gebracht zu haben und freue mich über weitere Kommentare und Hinweise!

Euer SODI-Team

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

Vielen, vielen Dank!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Unterstützern und Fürsprechern, die sich in den letzten Monaten für unsere Projekte engagiert haben!

Am Anfang hätten wir niemals gedacht, dass wir hier auf Betterplace soviel positive Resonanz bekommen und unsere Projekte auch im Web 2.0 als entwicklungspolitisch wertvoll eingeschätzt werden. Umso mehr freuen wir uns darüber!

Auch würden gern wir mehr und öfter Infos zu unseren Projekten mit Euch teilen. Leider gelingt uns das inmitten unserer alltäglichen Arbeit (noch) nicht, aber wir arbeiten daran... Ausführlichere Projektinfos findet Ihr auch auf unserer Homepage unter www.sodi.de .

An dieser Stelle wird es neue Nachrichten zu den Projektfortschritten Anfang des neuen Jahres geben. Wir wünschen allen bis dahin ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Eure Sylvia und das SODI-Team

 

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

Die Otji-Toilette kommt nach Mosambik

Die Otji-Toilette, unser Erfolgsmodell für eine nachhaltige Sanitärlösung im trockenen Namibia, geht auf Reisen. Ziel ist der 5. Stadtbezirk von Maputo, dessen Städtepartnerschaft mit dem Berliner Bezirk Lichtenberg durch SODI vielfältig unterstützt wird.

Unsere mosambikanischen Partner waren schwer beeindruckt von der kostengünstigen und zugleich hygienischen Technologie und wollten gleich ihren gesamten Stadtbezirk mit den Trockentoiletten ausstatten. Doch das Klima in Mosambik ist sehr viel feuchter als in Namibia. Ob die Trockentoilette unter diesen Umständen überhaupt funktioniert, will SODI in der nächsten Regenzeit ausprobieren. Isaias Litsuri, Maurer aus Maputo, fuhr dafür zur Schulung ins Clay House Projekt nach Otjiwarongo. Demnächst wird er auf dem Grundstück einer Familie im 5. Stadtbezirk in Maputo eine Mustertoilette nach dem Vorbild der Otji-Toilette errichten. Wenn zu Beginn der nächsten Trockenzeit die Ergebnisse des Testes vorliegen, kann die Toilette - falls notwendig - weiterentwickelt werden und ein größeres Projekt folgen.

Die Städtepartnerschaft wird so genutzt, um auf ein besonders sensibles und wichtiges Problem der Menschen in Mosambik zu reagieren. Das Ziel der Partner ist es, die Toiletten als öffentliche Toiletten und in sozialen Einrichtungen zu nutzen, um die Gesundheitssituation der Bewohner zu verbessern und Epidemien vorzubeugen.

Das von der Stiftung Nord-Süd-Brücken unterstützte Projekt greift damit ein zwar oft propagiertes, aber wenig umgesetztes Prinzip der Entwicklungszusammenarbeit auf - den Süd-Süd-Austausch.

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

Dokufilm über Trockentoiletten in Namibia

Die Otji-Toilette. Der Film zeigt eindrucksvoll Einsatzmöglichkeit und Funktionsweise der Trockentoilette in Namibia. SODI baut 600 dieser Toiletten bis zum Jahr 2011 in Otjiwarongo und ländlichen Regionen Namibias.

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

Ein Bericht von Ali Hensel

Ali Hensel ist Mitarbeiter beim Clay-House-Project in Otjiwarongo, Namibia.

Der Fortschritt muss bezahlbar sein

Jahrelang hieß das Synonym für die Entwicklung des Sanitärbereiches in Namibia „Wasserspültoilette“. Die heutige Vize-Premierministerin Libertine Amathila sprach gar von einem Recht der namibischen Bürger auf die Wasserspültoilette. Diese Forderungen entsprachen einer allgemeinen Entwicklungsgläubigkeit und der Vorstellung, dass Entwicklung in erster Linie darin besteht, die Lebensverhältnisse der reichen Industriestaaten zu kopieren. Die beschränkten Möglichkeiten des eigenen Landes, seien es die ökonomischen oder aber die ökologischen, wollte man nicht zur Kenntnis nehmen. So kam es dazu, dass sich in Namibia die Vorstellung breit machte, dass in allen Kommunen irgendwann (selbst wenn man lange warten müsse) die Wasserspülung in der eigenen Toilette Wirklichkeit werden würde. Bis zu diesem fernen Zeitpunkt waren die Politiker des Landes offensichtlich bereit, einen großen Teil der Bürger weiterhin „in die Büsche“ zu schicken.

Mittlerweile hat aber ein Prozess des Umdenkens begonnen. Man hat eingesehen, dass die vermeintlichen Segnungen der Wassertoilette nur in größeren Städten, und auch dort nur in privilegierten Gebieten, finanzierbar sein werden. Der Rest der Städte, vor allem die informellen Settlements und der größte Teil der ländlichen Kommunen, werden auf den Wasseranschluss für die Toilette wohl verzichten müssen. Aber nicht nur die fehlenden Finanzen führten zu dieser Wandlung im Denken, auch die Knappheit der raren Ressource Wasser hat den Prozess beschleunigt. Es ist eben vernünftiger, das kostbare Wasser nicht zur Entsorgung von Fäkalien zu verschleudern, sondern das knappe Gut als Lebensmittel und für die Entwicklung des Tourismus, der Landwirtschaft und Industrie zur Verfügung zu haben.

Außerdem geht es den Politikern in Namibia nicht besser als denen in Deutschland. Versprechungen müssen irgendwann erfüllt werden. Die Wähler lassen sich nicht ewig auf die angeblich bessere Zukunft vertrösten. Aus diesem Grunde macht sich die Einsicht breit, dass das Erwecken von Illusionen mehr schadet als nutzt und es deshalb sinnvoller ist, realistische Ziele anzuvisieren. Das im namibischen Entwicklungsplan „Vision 2030“ formulierte Ziel: „Steigerung der Versorgung mit Toiletten im ländlichen Raum von 28 % auf 60 %“ ist schwer zu verwirklichen. Mit dem Traum von der Wasserspültoilette wird dieses Ziel aber gänzlich unerreichbar sein.

Nicht umsonst hat kürzlich Vize-Premierministerin Libertine Amathila eine Kehrtwendung vollzogen und nun davon gesprochen, dass es für Namibias Bürger das Recht auf eine „Otji-Toilette“ geben müsse. Auch Premierminister Nahas Angula gehört zu den Verfechtern der Otji-Toilette. In der Region um Ondangwa wird zur Zeit um eine Lösung für die Sanitärprobleme gerungen, wobei Nahas Angula den Einsatz der Otji-Toilette priorisiert.

Sicherlich war der offizielle Start des SODI-Toilettenprogrammes in Otjiwarongo, das von der Europäischen Union mit fast 400.000 EUR gefördert wird, ein weiterer Schritt in Richtung auf eine nachhaltige Entwicklung, der von der namibischen Öffentlichkeit und der politischen Führung des Landes positiv aufgenommen wurde. Mit der EU-Delegationsleitern Frau Dr. Pape und Vize-Minister Kazenambo-Kazenambo war die Veranstaltung hochrangig besetzt. Alle Rednerinnen und Redner waren sich einig, dass Namibia eine hygienische, aber dennoch bezahlbare und zugleich wassersparende Lösung für seine Toilettenprobleme benötigt. Die Otji-Toilette, die durch das „Clay-House-Project“ in Otjiwarongo auch in großer Stückzahl lokal produziert werden kann, bietet sich als die einfache und kostengünstige Technologie an, die Namibia für seine Bürger benötigt. Mit der Otji-Trockentoilette könnten die hoch gesteckten Ziele der „Vision 2030“ am Ende doch noch Wirklichkeit werden.

Ali Hensel, Clay-House-Project Otjiwarongo

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Sylvia W., verfasst vor mehr als 4 Jahren

Sylvia W.

EU-Besuch in Otji

Kazenambo Kazenambo, stellvertretender Minister für Regional- und Kommunalverwaltung (und auch Wohnen und ländliche Entwicklung...) und die Botschafterin der Europäischen Union in Namibia, Dr. Elisabeth Pape, haben sich das Trockentoiletten-Projekt in Otjiwarongo angeschaut. Der Besuch war quasi so etwas wie die offizielle Eröffnung. Schließlich fördert die EU das Projekt mit ner Menge Geld (400 000 Euro) – der Eigenbeitrag von SODI, also das, was wir aus Spenden finanzieren müssen, beträgt allerdings auch 100 000 Euro.

Wie unser Partner berichtete, waren beide Besucher begeistert. Denn sie wissen um die Situation in Namibia. Die EU-Botschafterin sagte, man könne nicht die Augen davor verschließen, dass Wasser in Namibia teuer ist und sich die Armen des Landes dieses lebensnotwendige Gut nicht immer leisten können. Hoffen wir, dass die Aufforderung bei den richtigen Personen landet.

In einem armen Land wie Namibia, in dem Wasser noch dazu eine enorm knappe Ressource ist, sind Trockentoiletten eine Alternative, die den Menschen eine sanitäre Grundversorgung garantiert. Ohne sie dabei finanziell übermäßig zu belasten und kostbares Wasser zu verschwenden.

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Sylvia W., verfasst vor fast 5 Jahren

Sylvia W.

Die Otji-Toilette in ganz Namibia

Die Otji-Toilette erfreut sich immer größerer Beliebtheit. So hat der SODI-Partner, das Clay-House-Project (CHP), auf dem Projektgelände in Otjiwarongo verschiedene Varianten der Trockentoilette gebaut.

Diese werden nicht nur von den Bewohnern und Arbeitern genutzt, sondern dienen auch der Erprobung und Vorführung. Projektmanager Peter Arndt probiert mit seinen Kollegen Satteldächer oder Flachdächer, dünne und dicke Abluftrohre oder ein Türsystem aus, das auf einfache mechanische Art die Tür automatisch schließt.

Dem CHP liegen Anfragen zum Bau der Toilette aus dem ganzen Land vor. Daraufhin haben SODI und der Projektpartner CHP entschieden, eine Erweiterung bei der Europäischen Union, die 75 Prozent der Projektkosten übernimmt, zu beantragen.

Von den 200 Trockentoiletten, die ursprünglich ausschließlich für den Norden und die Mitte Namibias geplant waren, sollen dann auch einige im Süden gebaut werden. Allein 400 Trockentoiletten werden in Otjiwarongo selbst entstehen und die hygienische Situation der Bewohner in den Wellblechhütten enorm verbessern.

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