Zusammen geht es besser; das sagen die Frauen der Tansania vorgelagerten Insel Tumbatu und haben beschlossen, sich von den dortigen Fisch-Zwischenhändlern unabhängig zu machen.
Zukünftig wollen sie ihren Fang auf dem Festland oder auf dem Markt in Sansibar Stadt direkt verkaufen. Dazu brauchen sie ein Boot. 8 Frauenkooperativen, angeführt von Acheni, der größten Kooperative, haben sich erstmalig zusammengeschlossen, um gemeinsam ihre Lebenssituation auf der Insel Tumbatu zu verbessern. Die Frauen, zumeist aus dem Inselteil GOMANI sind in ihren Gruppen schon seit mehr als einem Jahrzehnt aktiv.
Es sind Frauen, deren Männer wegen der schlechten Arbeitsbedingungen oft die Insel verlassen müssen, um in der Stadt (Sansibar Town) zu arbeiten. Sie versuchen derweil allein im Dorf die Kinder zu erziehen und andere Überlebens- und Verdienstmöglichkeiten zu finden.
Neben Ziegen und Hühnerzucht bleibt ihnen nur das Offshore-Fishing. Offshore bedeutet, die in großen Schwärmen nahe des Ufers schwimmenden Dagaa mit Netzen zu fangen. Verkaufen können sie ihn selbst nicht, da sie nicht über eigene Boote verfügen, was auch dazu führt, keinen alltäglichen Fischfang betreiben zu können.
Auf Zwischenhändler angewiesen, verdienen sie daher kaum etwas, zahlen jedoch vielmehr für Lebensmittel, als sie es auf dem Markt in Sansibar tun würden. Sie haben bisher keinerlei Möglichkeiten, die kleine Insel zu verlassen, um auf die Märkte Sansibars zu fahren. Der Erwerb eines Bootes wird den Kooperativen mehrere Möglichkeiten liefern: eigener Fischfang, den Fisch selbst auf Sansibar für angemessene Preise zu verkaufen und dafür auf dem Markt Trinkwasser, Gemüse und Reis für die Heimatinsel zu kaufen.
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