Wasser für Bolivien

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50 % finanziert

K. Albrecht (verantwortlich)

K. Albrecht
In den drei Nachbardörfern Santa Ana, Siete Suyos und Chocaya Animas im Süden Boliviens gibt es weder eine ausreichende Wasserversorgung noch sanitäre Anlagen. Außerdem mangelt es an einer Versorgung mit frischen Nahrungsmitteln. Die rund 5550 Bewohner dieser Dörfer müssen daher in unhygienischen Verhältnissen und mit häufigen Erkrankungen leben, was besonders Kinder betrifft. Wasser wird aus kleinen und teils weit entfernten Oberflächengewässern entnommen und Lebensmittel und auch Trinkwasser müssen zu hohen Preisen importiert werden. Die einzige Einkommensquelle Bergbau führt zudem noch zu einer völligen Abhängigkeit der Menschen von den Rohstoffpreisen und zur Abhängigkeit der Familien und Frauen von den Männern.
Nach der Erkundungsreise im August und September 2009 wurden von Ingenieure ohne Grenzen Maßnahmen beschlossen, die die Lebensqualität der Menschen in den Dörfern verbessern sollen. Geplant sind unter anderem die Quellfassung einer 8 km entfernten Quelle und eine Rohrleitung in das Dorf Santa Ana, um die tägliche Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten, sowie die Erweiterung und Verbesserung der bestehenden veralteten Wasserversorgung in Siete Suyos und Chocaya Animas. Außerdem werden Trockentoiletten mit einfachem Design errichtet, um der Bevölkerung sanitäre Anlagen zur Verfügung zu stellen. Zu Demonstrationszwecken sollen auch noch Gewächshäuser gebaut und Kleintierzuchteinheiten entwickelt werden, damit den Dorfbewohnern, vor allem den Frauen, durch Gemüseanbau und Viehzucht eine weitere Einkommensquelle gegeben wird und damit die Dörfer sich selbst mit frischen Nahrungsmitteln versorgen können. Alle Maßnahmen werden von den Menschen selbst durchgeführt und von Ingenieure ohne Grenzen sowie der Partnerorganisation betreut.
Es fallen Material- und Baukosten für die Rohrleitung, die Trockentoiletten und die Gewächshäuser an. Diese können die Menschen vor Ort nicht selbst tragen. Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung!

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Informationen zum Projekt:

Fragen an K. Albrecht (verantwortlich):

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    j. konietzko fragte vor etwa einem Jahr

    Ich finde es sehr schade, dass spenden so schwierig ist bei euch, unter Höhe der Spende, kommt jedes Mal bei Angabe der Summe, ist keine Zahl, auch wenn ich die Summe ausschreibe. Schickt mir einfach Eure Kontoverbindung an j.konietzko@arcor.de.
    Weiter gutes Gelingen

    Hanna

     

    K. Albrecht: (Projektverantwortliche) antwortete vor etwa einem Jahr

    Leider kann ich nicht herausfinden, wo das Problem liegt. Ich habe es selbst einmal probiert und es hat funktioniert. Wahrscheinlich ist es kein permanenter Fehler. Vielleicht probierst du es einfach noch einmal. Die Mail mit unserer Kontoverbindung ist aber auch schon unterwegs.

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    N. Sautter fragte vor etwa 2 Jahren

    hallo, mir gefällt das projekt und ich würde gerne in der kommenden ausgabe vom magazin "Wasserbote" darüber berichten. die bisherigen ausgaben finden sich hier:
    http://wasserbote.blogspot.com/2010/04/wasserbote-nr-ii.html

    das Projekt ist auch hier bei betterplace:
    http://de.betterplace.org/projects/3582-wasser-magazin

    würde mich freuen etwas mehr hintergrund-informationen zu erhalten.

    ich freu mich auf teamplay und synergien :-)
    herzlich
    Nils

    Kontakt: Nils(at)Freie-Mediale.org

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    B. Crook fragte vor etwa 2 Jahren

    Thank you for your answers!

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    B. Crook fragte vor etwa 2 Jahren

    Can you please explain the source of the groundwater that is 8km away from the three villages in more detail? Are there other villages or populations dependent on this water source? Has consideration been made for the social and (or) environmental impact of tapping and removing this water? Will this water be used both for drinking as well as for agriculture? Where do the other two villages currently receive their water from? Thank you for your answers!

     

    K. Albrecht: (Projektverantwortliche) antwortete vor etwa 2 Jahren

    The water of the source drains away in the ground of the surrounding area. There isn't any river and the water doesn't flow in any kind. Currently nobody is dependent on this water, but tapping the source will help the 50 inhabitants of Santa Ana to get there daily drinking water. Of course, we considered the social and environmental impacts, but there won't be any harmful impacts. The water will be used for drinking as well as for irrigation of the vegetables growing in the greenhouses, which construction is also part of the project. But the irrigation will take just five litres per day, a small amount compared to the drinking water. We are also considering to treat the washwater for irrigation. The people in Chocaya Animas and Siete Suyos are supplied with water by a 60 year old pumping system. This water comes from another source near the two villages. It is also part of the project to improve the water supply of Siete Suyos and Chocaya Animas.

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    Nico F. fragte vor mehr als 2 Jahren

    Wie ist denn der Zeitplan des Projekts und wie genau sieht die Betreuung vor Ort aus? Sind Ingenieure o. Grenzen ständig anwesend? Wer sind die Partnerorganisationen? Danke für die Antwort.

     

    K. Albrecht: (Projektverantwortliche) antwortete vor mehr als 2 Jahren

    Der Zeitplan des Projekts sieht vor, dass die geplanten Maßnahmen bis 2012 in mehreren Phasen durchgeführt werden. Jede der Phasen beeinhaltet einen zwei- bis vierwöchigen Aufenthalt von jeweils zwei unserer Mitglieder. Während dieser Aufenthalte vor Ort wird die Umsetzung der jeweils anstehenden Maßnahmen gemeinsam mit den Dorfbewohnern begonnen, sodass diese in der Lage sind, selbstständig an den Projekten weiter zu arbeiten, wenn keine deutschen Ingenieure vor Ort sind. Die erste Reise nach Bolivien wird voraussichtlich im Frühling/Sommer dieses Jahres stattfinden. In den Zeiträumen unserer Abwesenheit werden die Menschen dann von der Partnerorganisation Sumaj Huasi betreut. Das ist eine NGO, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lebensbedingungen der bolivianischen Menschen zu verbessern, und die sich auf den Bau von Toiletten und Gewächshäusern spezialisiert hat. Außerdem ist die Bergbaukooperative der Dörfer dafür zuständig, den Fortlauf des Projekts zu sichern und über diesen regelmäßig zu berichten. So werden wir in ständigem Kontakt zu den Dörfern stehen.

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    J. Eichholz fragte vor mehr als 2 Jahren

    Welcher Art von Toiletten sollen hierfür gebaut werden?

     

    K. Albrecht: (Projektverantwortliche) antwortete vor mehr als 2 Jahren

    Wir werden Trocken-Komposttoiletten vom Typ Fossa Alterna errichten. Die bestehen aus zwei Gruben und einem beweglichen Überbau. Die beiden Gruben werden idealerweise im Ein-Jahres-Rhythmus abwechselnd benutzt. Wenn eine Grube gefüllt ist, wird der Überbau mitsamt der Toilette auf die andere, leere Grube gesetzt und die volle verschlossen, damit der Inhalt abgebaut und kompostiert werden kann. Ist die zweite Grube auch gefüllt, wird der ersten der trockene Kompost entnommen, der Überbau wieder gewechselt und die zweite zur Kompostierung verschlossen. Der kompostierte Inhalt der Gruben kann als Dünger verwendet werden. Er hat im Idealfall gute Qualität, da nach jedem Stuhlgang Erde und Blätter in die Grube geworfen werden sollten, um die Kompostierung mit Bakterien, Pilzen und Würmern zu verbessern. Da es sich um Trockentoiletten handelt, darf neben Urin kein Wasser in die Gruben gelangen, wie auch keine Abfälle, weil der Kompost sonst verunreinigt und eventuell unbenutzbar wird.

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