2010 hat die EU zum Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung erklärt. Armut wächst auch in Deutschland und bedeutet oft zugleich Bildungsarmut und damit doppelte Benachteiligung – ein Teufelskreis. Unser Projekt spricht vor allem junge Menschen aus sozial schwächeren Familien und aus zugewanderten Familien an, aus Familien, in denen für Bildung oft sowohl Geld als auch Motivation fehlen. Viele ihrer Kinder haben hier Deutsch nur als Zweitsprache gelernt und daher Defizite, die sie die gesamte Schulzeit über „mitschleppen“. Auch andere nötige Kompetenzen werden offenbar weder in der Schule noch Zuhause ausreichend vermittelt. Perspektivlosigkeit, Resignation, wachsende Aggression bis hin zu offener oder subtiler Gewalt sind die Folgen. So machen etwa immer mehr Kinder und Jugendliche Mobbingerfahrungen in Schule oder Freizeit. Vorurteile wachsen, doch nicht der Wille zur Integration. „Besser fair“ will positive Impulse setzen, Perspektiven schaffen, Konflikte abbauen, Entwicklungen ermöglichen. Es geht darum, Fragen der eigenen Identität zu stellen und eine lösungsorientierte Auseinandersetzung mit Werten wie Fairness, Respekt und Toleranz zu bewirken – aber auch ganz konkret deutsche Sprachkenntnisse zu verbessern und den Anschluss nicht zu verpassen. Dies wollen wir in der gelben Villa mit kreativen Mitteln erreichen, indem die Heranwachsenden etwa mit Videos, Raps, Theater- oder Musikstücken in „ihrer Sprache“ sprechen. Das schafft Erfolgserlebnisse und Öffentlichkeit, vermittelt Selbstwertgefühl, Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Unser Programm spricht Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren an, die Teilnahme ist bewusst kostenfrei.
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