Das Frauenfriedensprojekt SEKA ist ein Zentrum für Therapie, Fortbildung und Erholung für Frauen und Kinder in Ostbosnien (Gorazde).
Die Bevölkerung der Kleinstadt Gorazde ist in extremem Maße kriegstraumatisiert, da sie fast vier Jahre Belagerung, Todesbedrohung und Hungersnot ertragen musste. Tausende Frauen und Kinder flohen vor Terror und Massakern aus den umliegenden Orten und suchten Schutz in der Gorazder Enklave. Viele Frauen und Mädchen erlebten Vergewaltigungen und andere Grausamkeiten. Kinder waren auch in diesem Krieg die hilflosesten Opfer. Viele von ihnen haben bis heute ihre Kriegserlebnisse nicht überwunden, da es bisher im gesamten Kanton Gorazde keine Möglichkeit zur psychotherapeutischen Hilfe gab. Aber auch Kinder, die nach Kriegsende geboren wurden, wachsen in einer Atmosphäre auf, in der der Krieg und die erlebten Traumata ständig präsent sind. Die unverarbeiteten Traumata der Eltern und Grosseltern übertragen sich auf die Kinder.
Seit September 2007 bietet das Projekt SEKA nun Frauen und Kindern in Gorazde therapeutische und psycho-edukative Hilfe in Einzel- und Gruppenarbeit. Bei Bedarf / auf Wunsch werden auch weitere (männliche) Familienmitglieder in die therapeutische Arbeit einbezogen.
Ausserdem bilden wir Kolleginnen anderer Institutionen der Region in Traumatherapie aus. SEKA arbeitet mit einem friedenstherapeutischen Ansatz, der die Überwindung individueller und kollektiver Traumata als Bedingung fuer einen dauerhaften Frieden betont.
siehe auch: www.seka-hh.de
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