Sexuelle Gewalt ist in Sambia weit verbreitet. Sie richtet sich gegen Frauen und Mädchen. Die Regierung hat zwar schärfere Maßnahmen gegen solche Verbrechen ergriffen, jedoch fehlen immer noch die Strukturen, um flächendeckend gegen diese vorzugehen. Die Betroffenen haben meist keine Möglichkeit, Schutz vor ihren Peinigern zu finden und Anzeige zu erstatten. Hinzu kommt, dass in großen Teilen Sambias Missbrauch, Vergewaltigung und Zwangsheirat nicht öffentlich verurteilt werden. Nur wenige Straftaten werden zur Anzeige gebracht und die Dunkelziffer ist sehr hoch. CARE richtet in Sambia zwei weitere Frauenhäuser für Opfer sexueller Gewalt ein. Die bereits bestehenden Beratungszentren werden ausgebaut und gestärkt. Das Projekt soll bis zu 4.000 Frauen und Mädchen Beratung und Schutz bieten. Neben der psychologischen, medizinischen und juristischen Hilfe für die Betroffenen hat das Projekt das Ziel professionelle Helfer auszubilden. Bis zu 700 Freiwillige aus der Bevölkerung, aber auch Beamte, Polizisten, Sozialarbeiter und medizinisches Personal werden für das Thema sensibilisiert und lernen den richtigen Umgang mit von sexueller Gewalt betroffener Frauen. So soll gewährleistet werden, dass sie die Gewaltopfer auf einfühlsame Weise dabei unterstützen, ihre traumatischen Erlebnisse zu überwinden. Das Personal der Frauenhäuser leistet juristischen Beistand, damit die Gewalttaten zur Anzeige gebracht werden. Zusätzlich werden 100 traditionelle Führer und 40 Journalisten für die Thematik sensibilisiert, damit die Problematik stärker in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit rückt. Durch Öffentlichkeitsarbeit wird die Bevölkerung darin bestärkt, Übergriffe gegen Frauen und Kinder nicht zu verschweigen, sondern anzuzeigen. Die vielfältige Zusammenarbeit mit lokalen Partnern sorgt für die Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Das Projekt hat ein hohes Ansehen bei der Regierung Sambias. (CARE ist Träger des Transparenzpreis 2008: http://www.care.de/care-finanzen.html.)
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