Van lebt in einem Bergdorf in der Provinz Nghe An. Sie gehört zur ethnischen Minderheit der Khmu. Die Schule hat sie mit guten Ergebnissen abgeschlossen. Einen Beruf konnte sie nicht erlernen, obwohl sie sich das wünschte. Wie die meisten Mädchen in ihrer Gegend arbeitet sie auf dem Reisfeld der Eltern und verdient sich ein wenig Geld mit dem Sammeln von Brennholz, das sie auf dem Markt verkauft. Eine andere Arbeit konnte sie nicht finden.
In diesem, vom BMZ geförderten, SODI-Projekt sind Ausbildungskurse für 300 Frauen in Informationstechnologie, Friseurhandwerk/Kosmetik und Kochen/Gastronomie vorgesehen. Berufliche Bildung soll ihnen helfen, die Tore zum Arbeitsmarkt oder auch zu Existenzgründungen aufzustoßen.
Die Kosten für die Teilnahme an einem Trainingskurs betragen durchschnittlich 130 Euro pro Person.
Des Weiteren werden in einem Programm zur Aufklärung und Beratung von Frauen für Frauen 90 Trainerinnen ausgebildet. Diese bereiten knapp 800 Multiplikatorinnen der Frauenunion darauf vor, Orientierungskurse und die Beratung von Frauen in der Gemeinde zu organisieren. Die Teilnehmerinnen dieses mehrstufigen Programms werden befähigt, Frauen hinsichtlich beruflicher Bildung und Arbeitssuche zu beraten, sie über ihre Rechte aufzuklären und Grundwissen für Kleinstunternehmerinnen zu vermitteln. Die Kosten pro Teilnehmer an Orientierungskursen belaufen sich auf 30 Euro.
Ein Kleinkreditprogramm verbunden mit einem Trainingskurs über Kreditmanagement und spezielle Fragen der Führung eines Kleinstunternehmens verhilft 120 potentiellen Existenzgründerinnen zu dem notwendigen Startkapital. Je nach Investitionsbedarf und beruflicher Erfahrung erhalten sie einen Kredit von 200 bzw. 600 Euro. Und das Gute am Kreditprogramm: Die Rücklaufmittel werden für die Ausdehnung des Kleinkreditprogramms auf andere Kreise und Gemeinden in der Provinz eingesetzt.
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