Anke Engelke und medeor haben was gegen Malaria

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46 % finanziert

A. Engelke (verantwortlich)

A. Engelke
Liebe betterplace-Community!
seit 2003 unterstütze ich als Botschafterin die Arbeit von action medeor. Auf meinen Afrika-Reisen habe ich mich vor Ort von der Arbeit vom Erfolg der Arbeit überzeugt, zurzeit setze ich mich intensiv für die Bekämpfung von Malaria ein.

Meine letze Reise mit action medeor führte mich nach Tansania: ich wollte mich über die Bekämpfung der Malaria zu informieren und habe erfahren, dass jedes Jahr mehr als eine Million Menschen jedes Jahr in Afrika an Malaria sterben – mehrheitlich Kinder. Was mich besonders überrascht hat, war die Tatsache, dass die erfolgreiche Behandlung eines Patienten nur einen Euro kostet.

Es genügen schon kleine Beträge, um ein Menschenleben zu retten. Der beste und einfachste Schutz vor einer Malariainfektion ist ein Moskitonetz. Ein dauerhaft imprägniertes Netz kostet 5 €. Bis zu vier Kinder finden unter ihm Schutz.

Viele Menschen in den abgelegenen Dörfern sind nicht ausreichend über die Gefahren von Malaria aufgeklärt. medeor unterstützt Promotoren, die die Dorfbewohner entsprechend sensibilisieren.

Darüber hinaus fördert medeor den Anbau der Heilpflanze Artemisia annua aus der das wirksamste Mittel gegen Malaria gewonnen wird. Sowohl der Anbau als auch die Produktion geschehen mittlerweile direkt vor Ort. Dadurch stärkt medeor auch die lokalen Strukturen und schafft Arbeitsplätze.

Liebe Betterplace-User, Eure Hilfe kommt an, in Tansania, Togo und anderen Malariarisikogebieten – dafür gebe ich Euch mein Wort. Bitte unterstützt das wichtige Anliegen von action medeor!

Eure
Anke Engelke

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Fragen an A. Engelke (verantwortlich):

  •  

    D. Kamrad fragte vor mehr als 2 Jahren

    Hallo Steffi,

    auf der einen Seite finde ich es faszinierend, wie einfach und effektive ein solches Netz Hilfe leisten kann, auf der anderen Seite frage ich mich, wie denn verhindert werden kann, dass diese Netzte zum Fischfang eingesetzt werden und weil sie anders, als klassische Fischernetzte extrem kleinmaschig sind, dann den Fischbestand zerstören? Sicher ist die Gefahr je nach Region unterschiedlich hoch, abhängig ob eine Kuste in der Nähe ist, oder nicht. Die Netze zum Fischfang einzusetzen finde ich sehr nachvollziehbar, vor allem, wenn Alternativen fehlen. Vielleicht muss man das auch einfach hinnehmen, wenn mit diesem einfachen Mittel Leben geschützt werden kann. Wie sind da Ihre Erfahrungen aus der Praxis und vor Ort?

     

    Steffi S.: antwortete vor mehr als 2 Jahren

    Hallo Danilo,
    in der Tat, zu sehen, wie einfach Hilfe gerade in diesem Bereich ist, fasziniert mich auch immer wieder.
    Das Moskitonetze zum Fischen verwendet werden ließt man, bzw. erlebt man in Afrika, immer wieder. Ganz verhindern lässt sich das sicherlich nicht. In unseren Projekten gibt es mehrere Maßnahmen die dies verhindern sollen, was laut meiner Kolleginnen in der Projektabteilung und unserer Partner vor Ort auch sehr gut funktioniert: a) Werden die Netze nicht verschenkt sondern zu einem stark subventioniertem Preis abgegeben, was die Wertschätzung der Netze äußerst hebt b) wird in den Aufklärungsveranstaltung deutlich auf die Wichtigkeit der Netze hingewiesen, so dass die Zweckentfremdung nur noch marginal ist und c) durch die Bildung von Dorfkomitees (i.d.R. eine Vertreterin der Frauen, einer der Dorfältesten, einer der jungen Mütter, einer der Dorfvorsteher und ein Vertreter der Männer), übernehmen diese gewählten Persönlichkeiten eine Art Kontrollfunktion nicht nur über den richtigen Gebrauch, sondern auch über Zweckentfremdung der Netze.
    Wie du schon schreibst, ganz ausschließen lässt sich das Risiko sicherlich nicht, aber durch die von uns eingesetzten Mechanismen sicherlich auf eine marginale Menge zusammenschrumpfen.
    Liebe Grüße nach Berlin und einen guten Rutsch,
    Steffi

  • Bp_dauerspender

    Joana B. fragte vor etwa 3 Jahren

    Liebe Anke Engelke,

    ich finde Ihr Projekt Klasse und unterstütze es gerne. Mich interessiert jedoch, wo die verteilten Moskitonetze produziert werden. Ich kenne etliche Fälle, wo (kostenlose) ausländische Hilfe lokale Unternehmen (die für Netze Geld verlangen, bzw, diese nach dem Robin Hood Prinzip an unterschiedliche Kundenkreise zu unterschiedlichen Preisen vertreiben) vom Markt verdrängt hat.

    Nun gibt es z.B. in Tanzania sehr gute Moskitonetzhersteller (z.B. A-Z Textiles) und es wäre gewiß kontraproduktiv, wenn action medeor diese lokalen Betriebe nicht in seine Strategie einbeziehen würde.

    herzlichst, Joana Breidenbach

     

    Steffi S.: antwortete vor etwa 3 Jahren

    Liebe Joana Breidenbach,

    die von medeor zur Verfügung gestellten Moskitonetze werden in der Regel nicht kostenlos verteilt, sondern zu einem stark subventionierten Preis (ca. ein Zehntel des dortigen Apothekenpreises) abgegeben. Generell versuchen wir im Rahmen unserer Projekte, die lokale Produktion zu unterstützen und sind deshalb auch dankbar für Ihren Hinweis auf den Hersteller A-Z Textiles in Tansania. Unseres Wissens ist dies jedoch der einzige afrikanische Hersteller langzeitimprägnierter Moskitonetze, deshalb ist medeor leider auch auf den Import von Netzen angewiesen. In diesem Fall versuchen wir jedoch, lokale Beschaffungsstrukturen zu stärken, weshalb wir beispielsweise in Togo mit der Organisation „Population Services International“ zusammengearbeitet haben.
    Beste Grüße aus Tönisvorst, Steffi Sczuka

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