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Ort:
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Rheurdt-Schaephuysen, Deutschland |
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Die Pfarrgemeinde St. Hubertus engagiert sich schon seit vielen Jahren für Aids-Waisenkinder in Tansania (Ost-Afrika), um ihnen Zugang zu menschlichen Grundrechten zu verschaffen und eine Perspektive im Leben zu geben.
In Home-Based-Care-Programmen und Kinderdörfern, die dem Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe und der Idee vom Leben in Familien folgen, finden die Kinder ein Zuhause, in dem sie vor Gewalt, Missbrauch und Ausbeutung geschützt sind, angemessen pädagogisch betreut werden und eine umfassende Schul- und Weiterbildung erhalten. Durch die Kombination von lokalen Betreuungseinrichtungen mit der Verankerung wechselseitiger Beziehungen zur anliegenden Dorfgemeinschaft wird eine besonders nachhaltige Hilfe für die Waisenkinder möglich.
Im Jahr 1999 hat die Pfarrgemeinde St. Hubertus auf Initiative des Gemeinde-Mitglieds, Ursula Lettgen, zunächst den Bau des Kinderdorfes Kilolo (www.amani-kinderdorf.de) 40 km westlich von Iringa unterstützt. Die Region zählt zu den landesweit am schwersten von Aids betroffenen Gebieten mit Verbreitungsraten von bis zu 20 Prozent. Das Kinderdorf besteht heute aus sechs Kinderhäusern, einem Gemeinschaftshaus sowie Selbstversorgungseinrichtungen wie einem Gemüsegarten, einer Näherei oder einer Schreinerei und trägt sich selbst. Die Leitung liegt in tansanischen Händen bei Mama Erica.
2007 wandte sich Mama Ursula, wie sie im gesamten Landstrich genannt wurde, einer neuen Aufgabe zu: dem Bau eines weiteren Dorfes nahe der Hauptstraße zwischen Iringa und der Hauptstadt Dar es Salaam – in einer Gegend, in der in zahllosen kleinen Dörfern sehr viele Kinder leben, deren Familien an Aids, Malaria und andere Erkrankungen gestorben sind, und in der Prostitution die Ausbreitung des HIV-Erregers erheblich beschleunigt. Die Pfarrgemeinde St. Hubertus unterstützt den Aufbau des Kinderdorfs Amani Orphan's Home Mbigili (AOHM) von Beginn an. Das AOHM ist heute eine tansanische NGO mit einer Konstitution und Registration und dem Ziel, Waisenbetreuungseinrichtungen und -programme im Raum Iringa eigenständig, kompetent und unabhängig zu betreiben bzw. durchzuführen. Jährlich muss bei der obersten Behörde in Dar es Salaam ein Arbeitsbericht abgegeben werden. Vorsitzender ist Edson Msigwa. Er arbeitet hauptberuflich in der Verwaltung einer anderen NGO, die ebenfalls Waisenkinder betreut. Stellvertretende Vorsitzende ist Grace Mosha. Sie ist verantwortlich für die Hausmütter und Kinder im Kinderdorf. Weitere Mitglieder sind Mary Mmbando, eine pensionierte Secondary School Lehrerin, und Gerald Chuwa, der Personal und Projektmanagement studiert hat und nun im Kinderdorf arbeitet.
Zu unserem tiefen Bedauern verstarb die Direktorin, Ursula Lettgen, am 30. September 2010. Ihre Aufgaben hat der Berliner Fernseh-Journalist Ingo Lenz übernommen. Ansprechpartnerin in Deutschland ist Marlies Hoesemans.
Weitere Informationen auf www.mbigili.de.