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Deutschlands größte Spendenplattform Mehr

Ort: Berlin, Deutschland
Webseite: www.anderes-sehen.de
Spender in Deutschland erhalten für Ihre Spende eine Spendenquittung.
Als erste Organisation in Deutschland vertreten, fordern und fördern wir die Auffassung, dass blinde Kinder schon in den ersten vier Lebensjahren auf besondere Weise in Blindenstockgebrauch, Klicksonartechnik und “Keine Grenzen”-Haltung gefördert werden müssen. Unser Ziel ist es, autonome Orientierung und damit selbstbestimmte Mobilität – als für sehende Menschen natürliche Lebensform – durch Einsatz bestimmter Orientierungstechniken und gleichwertigem Selbstverständnis, auch Blinden zu ermöglichen. Wir wollen erreichen, dass blinde Menschen in Deutschland ein Leben ohne fremdbestimmte Grenzen führen können.

»Blindheit sollte von Blinden wie auch Sehenden als nichts weiter als eine Unbequemlichkeit verstanden werden.« Daniel Kish

Anderes Sehen e.V. ist der Initiator der Klicksonartechnik in Deutschland. Auf unsere Initiative hin wurden bereits etwa 100 Menschen in Deutschland in der Technik unterrichtet. Frühförderer, Eltern, Mobilitätstrainer und Blinde von 2 bis 34.

Wir setzen uns ein für die Verbesserung bzw. Schaffung folgender Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben blinder Menschen:

Blindenstockzuführung ab den ersten Gehversuchen eines Kindes
Akustische Sensibilisierung ab dem Alter von ein bis zwei Jahren durch Frühförderung
Echoortungstraining und Visualisierungstraining mit Klick-Sonar im Kindergartenalter
Vermittlung der “Keine Grenzen”-Haltung für Blinde
Computerzugang mit Screenreader ab dem Kindergarten- oder Vorschulalter (je nach Entwicklungsstand)
Braille-Schreib- und Leselernspiele sowie tastbare Sachbücher im Kindergartenalter
Schulung in lebenspraktischen Fähigkeiten im Vorschulalter
Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen durch die Bundesrepublik. Das bedeutet Inklusion ohne Aufschub und Einschränkungen.
Die Beachtung des Grundgesetzes durch Ämter und Krankenkassen: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ (Artikel 3 Abs. 3 Satz 2).
Die derzeitigen Standards in Deutschland sind leider oft weit davon entfernt oder durch neuere Erkenntnisse überholt:

Blindenstöcke werden in der Regel erst an ca. sechsjährige Kinder gegeben. Für visuelle Echoortung (Klick-Sonar) und die “Keine Grenzen”-Philosophie gibt es in Deutschland zur Zeit nur die ca. 40 durch uns ausgebildeten Mobilitätstrainer und Frühförderer. Lebenspraktische Fähigkeiten und Stocktraining sind viel zu spät und Echoortungstraining ist – und das ist unsere Hauptkritik – noch gar nicht im Lehrplan enthalten. Für blinde Kinder im Vorschulalter gibt es zur Zeit kein verfügbares modernes pädagogisches Lehrmaterial zum Erlernen des Lesens und Schreibens oder zum Verstehen der Welt (Sachbücher, vergleichbar mit den hunderten im Buchhandel für sehende Kinder). Blinde Kinder haben durch all diese unnötigen Mobilitäts- und Vorbildungsmängel wenig Chancen mit sehenden Kindern Schritt zu halten und in die Gesellschaft nahtlos hineinzuwachsen. Wie soll Integration oder gar Inklusion blinder Menschen stattfinden, wenn wir ihnen die Grundbildung und Entwicklung vorenthalten, die für Sehende selbstverständlich ist? Zu allem Überfluss werden behinderte Menschen bzw. deren Eltern im alltäglichen ohnehin erschwerten Leben mit erheblich mehr Formularen, Behördengängen, Nachweisbeschaffungen, Antragsverfahren und Rechte-einklagen-müssen etc. belastet. Das Gegenteil ist unser Ziel: Formlose vereinfachte Verfahren für Behinderte.
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    S. Zimmermann